Was beinhaltet die digitale Agenda für Deutschland?

Heute geht es um die „Digitale Agenda der Bundesrepublik“ (2014-2017). Dahinter stecken für mich folgende Fragen: Was heißt Digitalisierung für uns als Bürger? …für uns als Kunden? …für unsere Kunden? …für mich als Arbeitender? …In welchem Umfeld leben wir in Zukunft? Und wie stehen wir im Vergleich zu anderen Ländern da?

Grundsätzlich beinhaltet die digitale Agenda Deutschlands sieben Handlungsfelder, die ich Euch nun mit ein paar Stichworten kurz vorstelle:
  1. Digitale Infrastruktur:
    Um wettbewerbsfähig bleiben zu können, sollen bis 2018 alle Haushalte über schnelles Internet (mind. 50 MBit/s) verfügen.
    …Möglichkeiten auch für Mittelständische Betriebe… zukunftsfähige Arbeitsplätze

  2. Digitale Wirtschaft und digitales Arbeiten
    Hier geht es vor allem darum, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu sichern und fit für die digitale Ära zu machen.
    …kostenlos ins Netz: Flughäfen, Cafés, Rathäuser, Bibliotheken.
    …deutsche Industrie für 4.0 „rüsten“
    … Ausbau der Start-Up-Förderprogramme.

    …Mittelständler sowie Leitbranchen in ihrer Innovationsfähigkeit unterstützen

  3. Innovativer Staat
    E-Governance Systeme sollen den Behördengang ersetzen.
    …45% der Menschen in Dtl. nutzen bereits die Möglichkeiten des E-Governments. 
    …Mausklick statt Behördengang.
    …Ziele: bessere Erreichbarkeit, kürzere Bearbeitungszeiten, freier Zugang zu Informationen, mehr Bürgerbeteiligung
    … das Programm Digitale Verwaltung 2020 soll die Rahmenbedingungen hierzu regeln

  4. Digitale Lebenswelten in der Gesellschaft
    Hier geht es darum, dass jeder Bürger Teil unserer digitalen Zukunft sein wird und dementsprechende Fähigkeiten benötigt.
    …Barrierefreiheit und Transparenz im Netz erhöhen die Lebensqualität.

    …es betrifft uns alle. Gesellschaftliche Teilhabe an Diskussionen.
    …Schlüsselqualifikationen und Kompetenzen im Beschaffen von Informationen oder Bedienen von Programmen/Geräten
    … Stärken des digitalen Entwicklungsgrads der deutschen Bevölkerung (generationenübergreifend)

  5. Bildung, Forschung, Wissenschaft, Kultur und Medien
    Wir können der digitalen Geschwindigkeit nur mit breitem Wissenssharing standhalten.
    …digitaler Wandel der Wissenschaft als Garant der Zukunft.
    …18 Mio. Bundesbürger nutzen Audio-Streaming.
    …e-Learning, um den Weg zum Kurs zu sparen.
    …“grenzenloser“ Infoaustausch unter Wissenschaftlern (Teilhabe)

  6. Sicherheit, Schutz und Vertrauen für Gesellschaft und Wirtschaft
    Das Garantieren der Datensicherheit bzw. der digitale Schutz im globalen Netz ist wohl die herausfordernste Aufgabe. 
    …Daten- und Netzwerksicherheit mit De-Mail

    …IT-Sicherheitsgesetz.

  7. Europäische und internationale Dimension der Digitalen Agenda
    Unter diesem Punkt versteht man Regelungen und Rahmenbedingungen, um ein offenes, freies, sicheres und globales Netz zu gewähren.

    …Internet ist Allgemeininformationsgut… internationale Einbettung.
    …Telemedizin. Sicher in der Welt unterwegs… benötigt einheitliche Regelungen.

    Das waren die 7 Punkte der Digitalen Agenda der Bundesrepublik. Worüber ich mir wirklich oftmals Gedanken mache, ist das Zusammenleben der Bevölkerung, wenn sich die Spanne zwischen digitaler und traditioneller Lebensweise immer mehr aufspreizt. Ist das vielleicht die Größte Herausforderung der Zukunft?


    Und wie stellen sich andere Staaten auf die kommende Ära ein? Ein Artikel aus der @t3n stellte Südkorea, Chile, die Schweiz, Holland und Estland als digitale Vordenker vor.

    Südkorea:
    Dabei glänzt Südkorea vor allem durch das digitalisierte Bildungssystem. Wer an der Bildung spart, wird in Zukunft verarmen, heißt es. So stehen digitale Schulbücher und Informationssysteme, sowie E-Learning klar im Vordergrund.
    Chile:
    In Chile setzt man sich vor allem für die Netzneutralität ein, d.h. alle Datenpakete werden im Internet gleich schnell übermittelt und keine Dienste bspw. der Netzbetreiber bevorzugt werden.
    Schweiz:
    Der Fokus der Schweiz liegt auf dem digitalen Breitbandausbau. Hier können wir als Deutsch nur staunen bzw. haben sich die Versprechungen von Angela Merkel nicht bewahrheitet.
    Niederlande:
    Holland profiliert sich als Home-Office-Paradies. Seit 2015 muss dort jeder Vorgesetzte einen triftigen Grund vorlegen, wenn er einem Arbeitnehmer die Heimarbeit untersagen möchte. (Dies muss natürlich grundsätzlich aufgrund der Art der Arbeit möglich sein).
    Estland:
    Vor allem Estland ist im Hinblick auf das Thema E-Government/E-Residents ein Vorbild der Bundesrepublik. Hier findet bereits heute nahezu die gesamte Kommunikation zwischen Behörden und Bürgern online statt.

    Was denkt Ihr darüber? Klar ist, dass die Bundesregierung einerseits, aber auch jeder einzelne von uns einen Beitrag zu unserer gemeinsamen Zukunft und zu einem gesunden Zusammenleben.

Quellen:
https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2016/05/2016-05-24-digitalisierung-meseberg.html

http://www.bmwi.de/DE/Themen/Digitale-Welt/digitale-agenda.html

t3n

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