Yoga - Warum eigentlich dieser Hype um Yoga?

Zum gestrigen Welt-Yoga-Tag möchte ich Euch ein bisschen etwas zum Hintergrund des Yoga erzählen.

In Deutschland üben ca. 3 Millionen Menschen Yoga aus. Es gibt 100.000 Yogalehrende, davon ca. 10.000 Hauptberuflich. Zahlen, die Yoga zur fünftpopulärsten Sportart nach Wandern, Fahrradfahren, Joggen und Schwimmen machen.

Aber was führt die Menschen zum Yoga? Der ehemals „esotherische“ Ruf ist längst gewichen – stattdessen wird Yoga zum Megatrend – ja zur Volkssportart.

Was ist eigentlich Yoga?

Yoga heißt Harmonie – heißt Einheit. Gemeint ist die Einheit zwischen Körper und Geist. Durch Übungen aus dem Yoga wird es uns leichter möglich, uns zumindest eine Stunde auf unseren Körper zu konzentrieren und die Gedanken fließen zu lassen. Wir spüren uns selbst. Im der Alltagshektik, der wir als Geschöpfe des 21. Jahrhunderts – geprägt von Digitalisierung, Kommunikationsbeschleunigung und Stress – ausgesetzt sind, kann dies ein Weg zum inneren Glück und zur Ausgeglichenheit sein. Neben dem Aufbau von Tiefenmuskulatur, unterstützt Yoga vor allem den Weg zu sich selbst zu finden. Wie bereits Schopenhauer sagte: Das Glück gehört denen, die sich selbst genügen.

Yoga heißt Harmonie
Yoga heißt Harmonie

Im März 2015 habe ich meine erste Yogalehrerausbildung absolviert. Dabei begegneten mir auch die Lehren des weisen Patanjali – vor allem der 8-fache Pfad im Yoga. Er beschreibt den Weg zum wahren Yogi.

 

1. Yamas – der Umgang mit Anderen:

  • Ahimsa: Gewaltlosigkeit
  • Satya: Wahrheitsliebe
  • Asteya: Nichtstehlen
  • Brahmacharya: Enthaltsamkeit
  • Aparigraha: Nichthorten oder frei von Begehren

2. Niyamas – der Umgang mit sich selbst:

  • Shauca: Reinheit bzw. Sauberkeit
  • Santosha: Zufriedenheit und Annehmen
  • Tapas: Disziplin und Durchhaltevermögen
  • Svadhyaya: Selbstreflexion
  • Ishvara Pranidana: Vertraue

3. Asana – die Körperübungen

4. Pranayama – Atmung

5. Pratyahara – Zurückziehen der Sinne

6. Dharana – Konzentration

7. Dyana – Meditation

8. Samadhi – Erleuchtung

 

Und der sportliche Effekt?

Yoga verbrennt in einer Stunde (je nach Schwierigkeitsgrad) ca. 200 Kalorien. Vor allem Stärken wir unseren Rücken sowie unsere gesamte Core-Muskulatur. In einer Wissensausgabe des SPIEGEL heißt es: „Kreuzleiden überfallen Millionen Menschen. Stress und Bewegungsmangel setzen den Knochen zu. Aber: Wer sich fit hält, kann das Übel bezwingen. Der Angriff auf den Rücken lauert überall. Eine falsche Drehung, stundenlanges Hocken in vorgebeugter Haltung an Schreibtisch und Computer – und schon zieht es heftig durch die Wirbelsäule. Wer seine Rückenmuskulatur stärkt, ist besser gegen solche Attacken gewappnet. Wie ein böser geist schießt der urplötzlich auftretende Lumbago – im Volksmund Hexenschuss – ins Kreuz. Wen es erwischt, der sollte sich nicht zu sehr schonen, sondern in Bewegung bleiben. Um den Schmerz zu besiegen, helfen auch körperliche Aktivitäten wie Yoga.“

 

Das Fazit ist: Körperliche Aktivitäten und die Seele sind fest miteinander verbunden.

 

Mein Yoga-Tipp für jeden Tag:

Nehmen Sie jeden Tag einen bewussten Atemzug durch die Nase in den Bauch. Spüren Sie wie kühl der Atem in der Nase ist. Das wird Ihren Energie verleihen – besser als jeder Kaffee. :) So beginnt Yoga.

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