Silicon Valley: 5 Fragen - Macht uns diese neue Welt Freude oder Angst?

Hallo Zusammen, 

heute geht es um das Silicon Valley - das mächtige Tal der Innovationen in Kalifornien. Nachdem ich mehr und mehr darüber gelesen habe, bin ich gemischter Gefühle - „Wahnsinn - das ist ja super“ und „Das macht mir wirklich Angst“.

Hier 5 Fragen und Antworten:

Was ist das Silicon valley überhaupt?

Das Silicon Valley erstreckt sich vom Stadtrand San Franciscos ca. 50 Meilen südwärts und gilt als Heimat der derzeit wohl mächtigsten Firmen der Welt: Google (Mountain View), Facebook (Menlo Park), Apple (Cupertino) und Tesla (Palo Alto) etc. Die Liste könnte mit zahlreichen weiteren Firmen wie Microsoft, Amazon, Airbnb erweitert werden. Im Jahr 2015 wurden hier in etwa 30 Milliarden Risikokapital investiert. Silicon (von Silizium) bezieht sich übrigens auf die Halbleiter- und Computerindustrie, die das Tal seit Beginn prägt. Und was macht diese Firmen so besonders? Die Philosophie ist ganz klar: Wir verändern die Welt in rasender Geschwindigkeit, bahnbrechend und radikal. Viele Start-ups werden als Unicorn (Einhorn) bezeichnet: Sie sind mit über einer Milliarde bewertet. Darüber hinaus befindet sich hier auch die Stanford University.

Parallelwelt oder betrifft es jeden einzelnen von uns?

Diese Frage können wir sehr schnell beantworten. Können wir heute überhaupt noch ohne Internet überleben oder  wären wir dann abgeschnitten von Kommunikation und Bildung? Können wir der Informationsflut, die die weltweite Vernetzung schafft überhaupt noch entgehen? Ein Vergleich, den ich sehr mag, zeigt vor welcher Herausforderung wir als Menschen stehen: Für die Menge an Informationen, die wir heute täglich verarbeiten müssen hätte Goethe mehrere Jahre Zeit gehabt. Das führt für den Neurowissenschaftler Adam Gazzaley und weitere zur „einfachen“ Schlussfolgerung: Das Gehirn - der Mensch - muss verbessert werden, um mit der heutigen Welt zurecht zu kommen.

Woran wird im Silicon Valley geforscht?

Was immer vorstellbar ist - hier wird es mit Milliardeninvestitionen möglich gemacht. Es scheint als würde über so manchen Nachteil des Fortschritts nicht nachgedacht werden. Die technologische Entwicklung wird kein Mensch und keine Regierung aufhalten bzw. sind wir zu langsam, um dies überhaupt noch regulieren zu können. Herausstechende Persönlichkeiten, die kürzlich von Klaus Kleber interviewt wurden sind: Eric Teller, der als Captain das Innovationslabor „Google X“ leitet. Seine Forschungsgebiete sind durch drei Eigenschaften gekennzeichnet: 1. Es handelt sich um ein riesiges Problem. 2. Man kann es radikal verändern. 3. Es ist eine bahnbrechende technologische Entwicklung dafür notwendig. 

 

Auch ein Deutscher - Sebastian Thrun - ist ins Silicon Valley ausgewandert. Er hatte die Idee mit dem selbstfahrenden Auto, das in Zukunft parkende Autos aus den Innenstädten verbannen soll (oder eher wird?), Deine Einkäufe erledigt und dich vom Weggehen abholt. Mittlerweile leitet er eine Online-Universität „Udacity“. Seine Vision ist es, das Gehirn mit der Cloud zu verbinden, d.h. alle Gedanken und Gesichter, alle Gespräche und Emotionen werden aufgezeichnet und können jederzeit abgerufen werden. „Wir vergessen nichts mehr.“ Wo ist dann noch der Unterschied zwischen Mensch und Maschine? Ein Begriff, der dies prägt ist „Singularity“.

 

Die mögliche nächste Chemie-Nobelpreis-Trägerin Jennifer Doudna weiß, dass Sie einen richtig "dicken Fisch" entdeckt hat. Sie zerlegt DNA und setzt sie anders wieder zusammen. Das heißt? Lebewesen können künstlich erstellt und „gezüchtet“ werden. 

 

Einige Innovationen - wie Google Maps - haben unser Leben stark vereinfacht und verbessert - andere machen uns Angst.

Welche Branchen und Arbeitsplätze sind davon betroffen?

Kurz gesagt jede und jeder Arbeitsplatz kann über kurz oder lang davon betroffen sein. Die sogenannte „Disruption“ - schöpferische Zerstörung - macht vor keinem halt. Beispiele wie Uber, das die gesamte Taxibranche auf den Kopf stellt oder Airbnb, das weltweit Privatpersonen zu „Hoteliers“ macht und somit die gesamte Touristikbranche herausfordert, zeigen das Ausmaß der Innovationskraft. Sie "greifen" unsere Bildungssysteme und unsere Arbeitsplätze als Lehrer durch vernetzte Online-Universitäten an. Durch das selbstfahrende und „geteilte“ Auto, werden wir weniger Autos benötigen - eine Industrie, an der Millionen von Arbeitsplätzen hängen. Auch Regierungen und Parlamente sind sicher. Wenn Google beispielsweise eine Innovation vorantreibt, die weltweit exzellente Internetversorgung sicherstellt, kann dies keine Regierung dieser Welt rückgängig machen und es wird zahlreiche traditionelle Arbeitsplätze kosten. Für die Unicorns des Silicon Valley ist es erst dann eine Herausforderung, wenn sie es 10mal besser machen können.

Werden wir in Zukunft noch Mensch von Maschine unterscheiden können?

Was denkt Ihr darüber? Um ehrlich zu sein: Je mehr ich darüber lese und mich damit beschäftige, desto mehr erkenne ich, dass uns die künstliche Intelligenz näher auf den Fersen ist, als gedacht bzw. vielleicht hat sie uns zum Teil schon überholt. Vielleicht wird unser Kühlschrank in Zukunft unsere Einkäufe erledigen, weil er sowieso besser weiß, was wir wollen bzw. über unser Armband weiß, welche Nährstoffe unser Körper gerade braucht. Wenn das menschliche Augapfel mit dem Netz und der Cloud verbunden ist - Was unterscheidet uns dann noch?

Fazit

Wir alle können uns dieser Welt nicht verschließen. Es steckt eine unendliche Chance und eine große Gefahr in unserer Zukunft. Wir müssen lernen damit umzugehen. Vor allem ist es aber wichtig, das zu bewahren, was uns von der Maschine unterscheidet: Unsere Emotionen und Werte. 

In den nächsten Beiträgen geht es darum, wie wir uns privat oder im Team eines Unternehmens für unsere Zukunft richtig aufstellen können. 

Vielleicht werden es auch dann kürzere Häppchen :).


Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Dency Priya (Montag, 19 September 2016 09:53)

    Hiii...
    I have read this blog...Its really very informative...
    <a href="https://www.gangboard.com/cloud-computing-training/vmware-training"> Vmware Training </a>