Social Media Night - Wie sieht unsere Zukunft aus? "Alles digital" oder doch "Digital Detox"?

Letzten Samstag war ich von einer guten Freundin Bettina Sabath zur Social Media Night bei Sabath Media eingeladen. Die Themen Social Media und Digitalisierung wurde hier kontrovers diskutiert. Social Media - Fluch oder Segen?

 

Dominik Fürtbauer - der junge Bestsellerautor - sprach über Chefsache Social Media Marketing. Für Ihn steht fest: Unternehmen, die in Zukunft digital unsichtbar sind, werden früher oder später tatsächlich verschwinden. Den zweiten Vortrag hielt Ulrike Stöckle. Sie betonte dagegen, warum bewusstes "Digital Detox“, wie sich auch Ihr Unternehmen nennt, besonders wichtig ist. 

Dominik fürtbauer - Kundenkommunikation auf der überholspur.

Zunächst zurück zum ersten Vortrag. Warum ist Social Media eigentlich unumgänglich? Ganz klar: Die sogenannte Generation Y kommuniziert anders als die Generation vorher. Will heißen: Vernetzter, Schneller, Multichannel und mit möglichst vielen gleichzeitig. „Wir sind es gewohnt schnell mit jedem in Austausch treten zu können.“ Und genau das wollen unsere Kunden auch in Zukunft. Sie wollen virtuell mit uns in Austausch treten können - schnell, unkompliziert und direkt.

Der junge angesehene Social Media Experte führte zudem vor, wie Architekten über das iPad ein Haus auf das Wunschgrundstück projizieren und den Kunden anschließend virtuell durch sein neues Haus führen. So kann perfekt auf Änderungswünsche eingegangen werden: „Oh das Badezimmer ist doch etwas zu klein.“ 

Auch zeigte er wie Modelables über Snapchat mit der jungen Generation in Austausch treten bzw. diese motivieren. Eins steht fest: Aus einer aktiven Community entstehen ernsthafte Kaufabsichten.

Ulrike Stöckle - Dauererreichbarkeit - Die Schlange im digitalen Garten Eden.

Der Vortrag von Ulrike Stöckle beleuchtete nicht nur die positiven Seiten der Digitalisierung. Sie stellte Fragen wie: „Rufen Sie Ihre Mails ab um diese zu beantworten, obwohl Sie gerade keine Zeit haben? Entscheidet Ihr Posteingang, womit Sie sich gerade beschäftigen? Kommunizieren Sie mehr digital als persönlich? Werden Sie nervös und aggressiv, wenn keine Internet-Verbindung zur Verfügung steht?“

Ulrike Stöckle spricht hier von einer Sucht, die uns die Fähigkeit zur Konzentration und Aufmerksamkeit raubt. So belegt eine Studie von Microsoft, dass unsere Aufmerksamkeitsspanne mittlerweile geringer ist als die eines Goldfisches. Diese sank nämlich seit dem Jahr 2000 von durchschnittlich 12 Sekunden auf nur noch 8 Sekunden. Damit ist der Goldfisch mit 9 Sekunden besser. Woran liegt das? Ulrike Stöckles Antwort: Goldfische können (noch) keine Smartphones bedienen.

Auch wurden breite Studien durchgeführt, die zeigen, dass wir im Schnitt allerspätestens alle 15 Minuten von unserer Arbeit unterbrochen werden. Der Mensch braucht aber mindestens 16 Minuten um in volle Konzentration zu gelangen bzw. in den sogenannten „Flow“. Was dies mit unserer Arbeitsproduktivität macht? - Das denke ich weiß jeder von uns selbst.

Die Social Media Night wurde vom Chartflipper Thorsten Ohler auf Leinwand visualisiert. Wie groß ist der Graben zwischen Digitalisierung, Zukunft und „Alles nur noch digital“ und „Digital Detox-Notwendigkeit“?

 

Meiner Meinung nach steht eines fest: Wir können unserer von Technologie und Fortschritt geprägten Welt nicht entfliehen - wir müssen jedoch lernen richtig damit umzugehen. D.h. wir müssen bewusst an unseren Werten und „Regeln“ arbeiten.

 

Liebe Grüße

 

von Eurer Miriam Nagler

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