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Hier finden Sie in Zukunft Blogbeiträge rund um Digitalisierung, Zukunftsorientierung, Mitarbeiterkultur und Gesundheit. Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

 

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WORKING OUT LOUD MIT BMW - WAS BRAUCHEN WIR FÜR EINE GESUNDE DIGITALE ZUKUNFT? 3 ZUTATEN

Vielen Dank liebe Ilona Libal, dass ich Teil des „Working Out Loud“-Abends sein durfte. Ilona, eine ehemalige Kollegin bei BMW, gab mir die Möglichkeit an diesem Abend eine kurze Session zu halten. Als ich mich vorbereitete, entstand ist dieser Blogbeitrag. :)


Ja, wer bin ich – Miriam Nagler. Meine Firma heißt „Digital „M“ – Communication & Health“.

 

Vor ca. 2 Jahren beschloss ich, mich mit einer VISION selbstständig zu machen.

 

„Ich möchte Menschen in eine gesunde digitale Zukunft führen.“ Und am besten möglichst viele. 

 

Durch meine Yogaausbildung zusätzlich zum Wissensmanagement-Master, wurde mir immer mehr bewusst, dass die beiden Themen Digitalisierung & Konzentration bzw. Achtsamkeit in Zukunft ein unzertrennliches Paar sein müssen.

 

Also habe ich überlegt, was für eine gesunde digitale Zukunft notwendig ist. Es kann ja nicht sein, dass das nur heißt – wir tragen eine Smart Watch oder ein Fitbit, das uns zu 10000 Schritten gratuliert oder sagt: „Faulpelz – beweg dich mal :).“

Wenn unsere Zukunft immer digitaler und schneller wird -

Der CODE (01) die Welt regiert.

Alles kontrollierbar wird. Was ist dann der Gegenpol dazu, um die Balance wiederherzustellen? Es ist das VERTRAUEN – Vertrauen in uns selbst und Vertrauen in andere.

#1-Vertrauen

Dann habe ich angefangen über Vertrauen zu recherchieren und nachzudenken. Es wurde z.B. geschrieben, dass diejenigen, deren Vertrauen auf einer Skala von 1-10 bei einer 8 liegt, 20 % mehr verdienen als die „Misstrauischen“. Die zu Gutgläubigen verdienen allerdings auch wieder um 7% weniger.

Und es wurde auch geschrieben, dass Vertrauen ein kleines Wunder im Gehirn ist, da es Komplexität minimiert. Wer in Zukunft alles kontrollieren möchte, wird irgendwann verrückt oder „endet im Burnout“.

 

"Was baut denn Vertrauen auf? Wie kann ich das Vertrauen stärken?"

 

Ich glaube da sind die Working-Out-Loud-Circles, die in der Gruppe ein 12-wöchiges Konzept nach Leitfaden von John Stepper durchlaufen schon sehr weit.

Es sind starke und schwache Beziehungen, in denen man sich authentisch und offen kennenlernt und diskutiert, die Vertrauen schaffen. Es ist Verständnis für die Beweggründe anderer – vor allem auch generationenübergreifendes Verständnis. Die Werte des anderen herausfinden und verstehen – authentisch zu sein. Das alles baut Vertrauen auf – egal ob privat oder beruflich.

 

An dieser Stelle, gab ich den Teilnehmern eine kleine Aufgabe: „Diskutiert mal mit Eurem Nachbarn ca. 5 Min: Was bedeutet Vertrauen einerseits privat? Andererseits beruflich?

Diese Fragen entfachten eine spannende Diskussion über Vertrauen in Entscheidungsprozessen bis zurück zum Urvertrauen eines Menschen. 

 

Was benötigen wir sonst noch für eine gesunde digitale Zukunft?

#2-digitale kompetenz

Digitale Kompetenz“ – ein Schlagwort unter dem man so ziemlich alles findet – nur keine klare Definition. Doch eines steht fest: Ohne einen gewissen Grad an digitaler Kompetenz geht es heute nicht mehr. Trotzdem kann man nicht „alles können“ – vielerlei Technik müssen wir „blind“ Vertrauen schenken. :)

 

"Ohne Kommunikation ist alles nichts." So besagt das Sprichwort. Die Kompetenz der Mitarbeiter zusammenarbeiten und kommunizieren zu können ist für Unternehmen ausschlaggebend – denn ohne dies kann keine Vernetzung und auch kein Ergebnis entstehen. Wäre es nicht das Schlimmste in einer hochgradig vernetzten Welt, nicht mehr kommunizieren zu können? Wenn das Level digitaler Kompetenz bzw. die Art und Weise der Kommunikation in unterschiedlichen Altersgruppen allerdings weit auseinandergeht – können wir dann noch erfolgreich zusammenarbeiten?

 

"Welche Frage können wir uns hier stellen? Wo kann ich meine digitale Kompetenz ggf. noch ein bisschen ausweiten? Arbeite ich selbst digital? Was möchte ich privat noch digitalisieren? Was soll so bleiben? Wo braucht es auch tatsächlich mehr den Stift?"

 

Auch hier gab es eine kleine Aufgabe: Diskutiert mit Eurem Nachbarn die Frage: Was würde ich gerne digitalisieren? Was stört mich an der Digitalisierung?

Angeregt sprachen wir in der Runde über das Bedienen digitaler Systeme und Tools, die Kompetenz seriöse Internet-Seiten von unseriösen unterscheiden zu können, die Unterschiede in der Kommunikationsweise sowie über Datenschutz und Privatsphäre.

Dies führte uns automatisch zu meiner dritten Zutat für eine gesunde digitale Zukunft.

#3-Achtsamkeit & Prävention

Ein Modebegriff. Achtsamkeit bedeutet in diesem Zusammenhang für mich die Kompetenz entscheiden zu können, ob es eine Nachricht oder Mail jetzt gerade braucht oder nicht. Die Möglichkeiten der Kommunikation überfluten uns. In der Arbeitswelt heißt das: "Schreibe ich diese Antwort jetzt oder überlege ich „richtig“ und schreibe später eine gesamthafte Mail?" Genauso im Privaten – wäre es nicht besser eine halbe Minute zu telefonieren, als eine Diskussion über Whatsapp 5 Stunden zu verzögern? Das bedeutet bereits Achtsamkeit. Durch die Kurzlebigkeit unserer Informationen, die Hypergeschichte und ständige Trigger/Reize sinkt unsere Aufmerksamkeitsspanne, wie Studien beweisen.

 

Je mehr Digitalisierung, desto mehr Achtsamkeit & Selbstmanagement sind erforderlich.

 

Das alles können wir nur tun, wenn wir uns fit und gesund fühlen. Wenn wir unsere Wirbelsäule, die uns den ganzen Tag trägt, mobilisieren und so selbst flexibel bleiben. Wenn wir uns präventiv um unseren Körper – unsere physische Basis – kümmern.

 

Deshalb lud ich den BMW-Working-out-loud-Circle zu guter Letzt ein, sich aufzurichten, sich zu strecken und zu drehen. Und vor allem zu atmen. 

 

"WE ARE MADE TO CHANGE."

 

In diesem Sinne lasst uns in eine gesunde digitale Zukunft starten.

 

Danke!

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NEW WORK - DER MENSCH IM MITTELPUNKT.

Vor einiger Zeit (08.11.16) war ich zu Gast bei einem sehr spannenden XING Event rund um das Thema "New Work - Der Mensch im Mittelpunkt“. Die Münchener Design Offices in den Highlight Towers lieferten die perfekten Räumlichkeiten für die Vorträge der ausgewählten Key-Note-Speaker und Experten sowie um sich zu vernetzen, zu diskutieren und die „menschlichen Beziehungen in den Mittelpunkt“ zu rücken. In diesem Blogbeitrag habe ich die wichtigsten Aussagen der analogen XING New Work Session nochmal aufgegriffen und um ein paar Fragestellungen und Aussagen ergänzt.

Charismatisch eröffnete Johannes Woll (Entrepreneur Social Events und XING Embassador) die Veranstaltung mit einem Zitat: „Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“ (Wilhelm von Humboldt, 1767-1835). Genau aus diesem Grund ist es so wichtig, Menschen auch unabhängig vom Netz zusammenzubringen - Orte zu schaffen, an denen Menschen analog zusammenarbeiten können. Was steht in Zukunft im Vordergrund? Human Ressources - der Mensch als Kostenfaktor und Leistungserbringer - oder Human Relations - der Mensch mit all seinen Beziehungen und Vernetzungen? In der flexiblen vernetzten Arbeitswelt ist auch laut Veranstalter XING ein analoger Ort bzw. Kontakt sehr bedeutungsvoll, weshalb zahlreiche XING Offline Events sowie der XING New Work Award neben dem virtuellen Netzwerk ins Leben gerufen wurden.

Doch was ist am Ende die Hauptzutat für Erfolg? Ist es Wachstum? - "Nein, es sind Veränderungsbereitschaft und Wandel", sagt Johannes F. Woll. Ein Freund gab mir hierzu einen treffenden Vergleich: „Was bedeutet grenzenloses Wachstum im Körper? - Krebs.“ - so ist es auch in Unternehmen. Grenzenloses Wachstum und reine Profitgier vergiftet ein Unternehmen und verhindert bzw. verlangsamt das Wachstum „gesunder Zellen“. 

MICHAEL O. SCHMUTZER - THE SPIRIT OF COWORKING.

Wie gestaltet sich unsere neue Arbeitswelt nun physisch? Diese Frage stellte sich Michael Schutzer zusammen mit seinem Design Offices-Team und mehreren Investoren. Vor Jahren noch dachte die Immobilienbranche, dass durch flexible Arbeitsformen und Homeoffices weniger Büroflächen benötigt werden. Doch sinkt die Leerstandsquote der Büroimmobilien in Deutschland seit 2008 kontinuierlich nach unten. Dadurch wird klar. Wir brauchen Orte um flexibel und agil zusammenarbeiten zu können. Die Sharing Economy ist auch in der Büroimmobilienbranche angekommen. Was prägt unsere Büros z.T. noch heute? "Arbeitsstättenverordnungen, aus den 90er Jahren, die auf Bildschirme mit 40 cm Tiefe ausgelegt sind.“, sagt Herr Schmutzer. Doch sind wir da nicht längst darüber hinweg? Tablets und Co erlauben uns auch unsere Arbeitsstätten radikal anders zu gestalten. Klare Statements aus der Key Note waren:

  1. Arbeit darf nicht mehr nach Arbeit aussehen.
  2. Digital wird analog: Menschen kommen vor allem um sich zu treffen. Die Stillarbeit kann auch im Homeoffice oder Zug etc. erledigt werden.
  3. Kreativität entsteht nicht im Raum, sondern im Zwischenraum - Free your Mind. 

THOMAS SATTELBERGER - WIE WOLLEN WIR IN ZUKUNFT ARBEITEN?

Thomas Sattelberger, ein selbst ernannter „Unruheständler“ ist Autor, Manager und Politiker. Seine Laufbahn ist gezeichnet durch Stationen in den obersten Etagen einiger deutscher Weltkonzerne. U.a. war er Leiter Education & Management Development der Daimler-Benz Aerospace AG, Mitglied des Bereichsvorstands Airline der Deutschen Lufthansa AG, Personalvorstand der Continental AG und Personalvorstand der Deutschen Telekom AG. Seit 1. September 2016 ist er Direktkandidat der FDP für den Deutschen Bundestag für München-Süd. 

Was prägt die Arbeit der Zukunft?

Diese Frage treibt Thomas Sattelberger um und er äußert sich in wissenschaftlich fundierter Schärfe. „Arbeit der Zukunft ist Innovation.“, das steht fest. "Deutsche Manager sind wenig inspirierend & führungskompetent, jedoch fit im Fach und bei Effizienz.“, stellen allerdings die „Global Workforce Study“ (GWS) und „Global Talent Management & Rewards Study“ (TM&R) fest. Danach gibt es von den Mitarbeitern Bestnoten für Deutschlands Manager hinsichtlich Fachkompetenz und die Steigerung des Unternehmenserfolgs. Auch die Kostenkontrolle wird ihnen von den Mitarbeitern deutlich gesehen. Hier sind wir im EMEA-Vergleich 14 Prozentpunkte und im weltweiten Vergleich zehn Prozentpunkte besser. Hinsichtlich Führungskompetenz allerdings schneiden die Deutschen erheblich schlechter ab als die Führungskräfte der EMEA-Region oder weltweit. Darüber hinaus fällt es den Deutschen auch erheblich schwerer ihre Mitarbeiter zu motivieren und für Visionen zu begeistern. 

 

Kurzer Zwischenbeitrag (Miriam Nagler :)):

An dieser Stelle hake ich aus Social Collaboration-Sicht das erste mal ein. Ist es nicht so, dass Blogger außerhalb Unternehmen Folgendes beweisen: Je mehr Reichweite, je mehr offene Diskussion und je mehr Feedback ich für mein Thema erhalte und schaffe, desto erfolgreicher bin ich? Grundlage ist natürlich, dass die Qualität der Aussage stimmen muss. Was bringt es Unternehmen Social Media in der Außenwirkung zu nutzen? Hier zeigt z. B. eine Kampagne der BVG (Berliner Verkehrsbetriebe) mit dem #weilwirdichlieben sehr eindrucksvoll, wie positiv sich Kampagnen auf das Image sowie die Neukundenakquise auswirken können.

Was würde also passieren, wenn wir auch unsere Mitarbeiter - unsere Multiplikatoren gegenüber dem Kunden - auf dem internen Social-Media-Weg über Hierarchiestufen hinweg authentisch erreichen? So stellt eine 2016 erschienene Studie zum Thema „Social Collaboration“ einen signifikanten Zusammenhang zwischen Social Collaboration Reifegrad und Arbeitseffizienz her. Eine provokante Frage hierzu könnte lauten: „Wer ist in Zukunft der Leader? Der, der viel Diskussion um sein Thema schafft oder der, der „in den oberen Etagen“ sitzt?“ Eines steht allerdings fest: Je mehr die Mitarbeiter und Führungskräfte hierarchieübergreifend über ein Thema, wie zum Beispiel eine Strategie oder eine Vision, offen diskutieren, desto mehr verankert sich diese in den Köpfen sowie der Kultur. Dies treibt letztendlich die Umsetzung der Strategie und damit den Erfolg. Das heißt nicht, dass persönliche Kommunikation ersetzt wird, doch wird sie im n:n-Bereich stark multipliziert. 

Zurück zu Thomas Sattelbergers Vortrag: 

Die Qualität der Führung und Arbeitskultur ist in Deutschland unterdurchschnittlich. Im Vergleich zu Schweden und OECD liegen Deutschland und Österreich deutlich zurück was das abrufen von Kompetenzen der Mitarbeiter betrifft. Heute empfinden nur 39% der Männer und 35% der Frauen ihr Führungsverhalten als kooperativ. 1/3 sagt Zweck heiligt die Mittel und zeigt somit die authoritäre Seite. Gleichzeitig klagen in Deutschland 53% über Erschöpfung und Müdigkeit durch Restrukturierungen. In Schweden dagegen sind über 9 Jahre länger beschwerdefrei (ca. 67 Jahre zu ca. 57 Jahren in Deutschland) (Prof. Dr. Badura). 

 

Auch wirft Herr Sattelberger auf, dass 70% der Führungskräfte nicht mehr hinter den heutigen Führungskonzepten stehen. Dazu schreibt das Haufe Agilitätsbarometer: „Jeder 3. Mitarbeiter rebelliert gegen den Chef und setzt sich über Entscheidungen hinweg, um langwierige Abstimmungsprozesse zu vermeiden (35%) oder da er der Annahme ist, Kunden und Markt besser zu kennen (33%). 

Über zahlreiche Beispiele führt der Vortrag hin zu den Zutaten einer wahren Transformation:

  1. Drop your tools
  2. Experimientiere - Probiere wie mit Lego-Steinen
  3. Erfinde Dich neu - Rekonfiguriere Dich

Dies sind laut Sattelberger die Heilmittel, die uns in die digitale Zukunft führen. Reichen diese interessanten Punkte aus? Oder geht es nicht im Zeitalter der Digitalisierung noch mehr um Vernetzung und Beziehungen untereinander. Human Relations anstelle von Human Ressource-Management.

Im Buch Silicon Valley von Christopher Keese wird die zukünftige Hauptaufgabe von von Führung durch folgende Punkte beschrieben:

  1. Betreiben Sie Netzmanagement.
  2. Stellen Sie bewusst Verknüpfungen her.
  3. Organisieren Sie Austausch. 
  4. Nehmen Sie sich selbst zurück.

Professor Dr. Kruse aus der Gehirnforschung belegte dies ebenso. Er sagte: Sobald Sie den Menschen die Möglichkeit geben sich grenzenlos zu vernetzen und freien Zugriff auf Informationen gewähren („full access to everything what happens“), findet das System bzw. die Schwarmintelligenz selbst zur Lösung. Wir müssen nicht mehr zur Lösung „hinführen“. 

 

Thomas Sattelberger fasst zu guter Letzt sechs Trampelpfade der Transformation in Unternehmen zusammen:

  1. Greenfield: Gründen uns soziale Innovation in die entstehende Unternehmens-DNA integrieren
  2. „Reinfräsen“ innovationsfördernder Kulturinsel in die alte Arbeitskultur: Social Labs und Experimentierfelder für „New Work"
  3. Kannibalisierung: Eigene Innovations-Territorien bzw. ExperimentierOrganisationen abgegrenzt von alter Organisations- & Steuerungslogik (Ein Beispiel hierfür ist die neue Marke BMWi - eine eigenständige Geschäftseinheit.)
  4. Auf-/Abspaltung aus alter Unternehmensstrukur heraus oder Diversifikation unter einer Beteiligungsholding
  5. Auf- und Ausbau kreativer Ökologien um den Nukleus (Firma, Hochschule, industrielles Cluster…) herum
  6. „Digitale Freiheits-Wirtschaftszone"

Oliver Fischer - innovationen und wissensarbeit.

Zu guter Letzt sprach Oliver Fischer - Leiter Agile Center der Fiducia GAD: Welche Auswirkungen hat eine kooperativere Art der Zusammenarbeit auf die Innovationskraft und die Wissensarbeit in Unternehmen? Was brauchen wir für die Innovationsarbeit?

 

Es sind 3 Dinge:

  1. Vorgehen: kundenzentriertes und iteratives Vorgehen.
  2. Umgebung: Kultur der Kooperation und des Vertrauens und inspirierende Räumlichkeiten.
  3. Menschen: (das wichtigste Glied) interdisziplinäre Teams aus Menschen mit T-förmigen Skills und empathischer Natur

Oliver Fischer stellte heraus, dass es im Vorgehen extrem wichtig sei, validiert zu lernen und mit Hilfe von Iterationen kontinuierlich voranzuschreiten.

Gleichartige Zyklen, unterschiedliche Ausprägungen, abhängig vom Fortschritt - dies seien die „köstlichen Zutaten“. 

Der Prozess sieht wie folgt aus: 

1- Problem verstehen, 

2- Lösungen finden

3- Lösungen bauen

Zum Abschluss des Abends gab es eine Podiumsdiskussion bei der nochmals alle Referenten Rede und Antwort standen 😃.

Vielen Dank den Organisatoren für dieses spannende Event. 

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WORKSHOP MIT INTERSPORT MEIER - UNSER FAMILIENBETRIEB.

Vor kurzem war es soweit. Wir haben mit unserer Belegschaft bei Intersport Meier (das Sport-Mode-Schuhe Geschäft meines Onkels & meiner Mutter) einen Teambuilding Workshop organisiert. Nun wissen wir ganz genau, was UNS ausmacht: Wir stehen für FREUNDLICHKEIT, SERVICE und WARENKENNTNIS. Lest in diesem Blogbeitrag, wie der Workshop ablief und welche Ziele wir verfolgen.


WORKSHOPTEILNEHMER & ATMOSPHÄRE.

Wichtig war uns natürlich, dass der Workshop in angenehmer Atmosphäre stattfindet. Deshalb haben wir uns kurzerhand überlegt, die Aktion bei gutem Wetter (mit kleinen Leckereien) im Garten abzuhalten. 😃 Teilnehmer waren alle unsere Mitarbeiter und sozusagen drei Generationen unseres Familienbetriebes - in Summe ca. 15 Personen. Mein Bruder - Oliver - und ich arbeiten zwar nicht im Geschäft, aber unterstützen ebenso, wenn es uns möglich ist.


DAS ZIEL: WARUM?

Wir als „kleines" Einzelhandelsgeschäft „auf dem Land“ wissen um die Herausforderungen in der vernetzen Internet-Welt Bescheid und spüren die Auswirkungen. In der Welt der Zukunft ist es immer wichtiger sich richtig zu positionieren und auf Kundenbedürfnisse einzugehen. Diesen Herausforderungen wollen wir uns als INTERSPORT MEIER TEAM stellen. Wir haben uns als Ziel gesetzt unseren USP (Unique Selling Point - Alleinstellungsmerkmal) bewusst zu erkennen und unseren Kunden zu zeigen. 


THEMEN DES WORKSHOPS.

Ich baue meine Workshops sehr gerne auf ein stabiles "Wertegerüst“ auf. Denn eines ist klar: Aus meinen Werten werden Handlungsmuster. Aus Handlungsmustern entwickelt sich eine Kultur - in dem Fall eine Unternehmenskultur. Wer den Satz „Culture eats Strategy for Breakfast“ kennt, weiß, dass die Unternehmenskultur ausschlaggebend für den Unternehmenserfolg ist. Doch was sind Werte eigentlich genau? Eine Definition sagt Folgendes: Wenn ein Mensch nach seinen Werten lebt und arbeitet, macht ihn dies glücklich, zufrieden und letztendlich erfolgreich. Deshalb habe ich für unseren Workshop folgende Agendapunkte gewählt.

MEINE WERTE: Was ist mir persönlich wichtig? Wofür stehe ich?

Wenn wir unsere Werte kennen, können wir unseren Weg zum Erfolg besser planen. Wenn noch dazu unsere Kollegen und Kunden unsere Werte kennen, verstehen wir deren Vorgehensweise besser. So haben wir im ersten Schritt in Partnerübungen zunächst 10 persönliche Werte ausgesucht und im zweiten Schritt priorisiert, sodass jeder am Ende drei TOP-Werte zu verkünden hatte. Diese haben wir uns natürlich mit strahlenden Augen gegenseitig vorgestellt :).

BRILLENWECHSEL: Wie denken andere in unserem Umfeld?

Im zweiten Schritt habe ich das INTERSPORT MEIER Team in mehrere Kleingruppen aufgeteilt. Unser Umfeld verändert sich - das ist klar. Aus diesem Grund versetzten wir uns in die Lage unserer Lieferanten, unserer Kunden, unserer Konkurrenz, des Internethandels etc. und beantworteten einen spezifischen Fragenkatalog, um Verständnis für diese „Blickwinkel“ zu erlangen. Währenddessen deckten wir einige Verbesserungsmöglichkeiten auf. Zudem fiel es uns im Team leichter festzustellen, wo WIR ganz besonders gut sind - wo unsere Stärken im Vergleich zu den anderen liegen. Beispielsweise kann ein Online-Händler wie Zalando den Kunden nicht persönlich beraten und ihm ehrliches Feedback geben. Diese Freundlichkeit & offene ehrliche Beratung kann nur der stationäre Handel mit authentischen Mitarbeitern abdecken. So haben wir in diesem Workshop-Abschnitt die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Blickwinkel bekundet und uns auch überlegt, wie wir uns dahingehend richtig aufstellen: Kooperieren, etwas ausschließen, nächste Schritte etc. 

UNSERE WERTE: Welche Werte vertreten wir als Intersport Meier?

Nachdem wir uns intensiv mit unserem Umfeld auseinandergesetzt hatten, fiel es uns um einiges leichter, auszusprechen, in welchen Bereichen WIR sehr gut sind.  WIR erkannten unseren USP, den wir nun auch unseren Kunden weitersagen können. 

Wenn man hier Simon Sinek folgt, dann wissen wir warum gerade dies so wichtig ist: Wir kaufen nicht unbedingt immer nur die Produkte. Wir kaufen, warum jemand etwas macht.

Das INTERSPORT MEIER TEAM hat gemeinsam mit mir ihre zentralen Werte herausgefunden. Diese sind: FREUNDLICHKEIT, WARENKENNTNIS & SERVICE. Das ist es, wofür INTERSPORT MEIER in Neunburg vorm Wald und Oberviechtach steht.  

Am Ende haben wir uns alle im Kreis aufgestellt und diese/unsere Werte nochmal gemeinsam laut gesprochen und verinnerlicht. 

Zum Schluss wurde es dann schon etwas dunkel :).

 

In Zukunft folgen einige weitere Schritte. Wir gehen Schritt für Schritt los in die Zukunft, denn „Stehenbleiben“ bedeutet Rückschritt. 😃 

Unser Weg ist eine Entwicklung. Es ändert sich nicht von heute auf morgen komplett, aber wir gehen jeden Tag einen kleinen Schritt weiter. 

 

In Zukunft werdet Ihr bei INTERSPORT MEIER Profile eines jeden einzelnen Mitarbeiters, seine Werte und seine Kompetenzen finden. Diese stellt Euch Vanessa - Vertreterin der jüngsten Generation bei INTERSPORT MEIER - auch über facebook nach und nach vor

 

Unsere Vision: Wir verbinden unsere Tradition - unseren Standort, unsere Mitarbeiter und unsere persönliche Beratung - mit einem bewussten Blick in die vernetzte Zukunft. Mit starken Marken und guter Qualität vertreten wir ein breites Sortiment an trendbewussten Sport, Mode und Schuh-Artikeln.

 

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit dem Team des Familienunternehmens diesen Tag zu gestalten: FREUNDLICHKEIT, WARENKENNTNIS, SERVICE


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OFFLINE EVENT IN TARIFA - DISCONNECT TO RECONNECT

Wir - d.h. Rebecca, Shelly, Helene und ich - veranstalten ein OFFLINE WEEKEND in Tarifa (Spanien). Ganz nach dem Motto "Disconnect to reconnect. Relax and Re-energize" wird es ein Wochenende zum "Auftanken", "Bewusstsein für das digitale Leben finden" und einfach nette Menschen treffen. 

Wann?

14. - 17. Oktober 2016

WO?

3 Nächte im Tarifa Natural Surf House

WAS?

  • Genieße die unglaubliche Szenerie, lustige Aktivitäten und 3 Tage "Nur Zeit für Dich"
  • Fühle Dich "aufgeladen" und frisch mit Yoga, Offline Workshops und gutem Essen
  • Finde bedeutende Verbindungen zu beeindruckenden Menschen
  • Nehme Inspiration, Rituale und veränderte Gewohnheiten mit in Deinen Alltag

 

Mehr Infos?

WER?

22 Personen und...

Kosten?

Ab 247 EURO

Tickets gibt es hier :) 

Gutscheincode?

Mit dem Rabatt-Code: 20OFF4YOU gibt es 20% off.

"Ich glaub das wird ne coole sache :)"


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MARKETING FORUM 2016 - SCHLOSS MONTABAUR

Am 23./24. November 2016 findet das 16. Marketing-Forum für Führungskräfte und Spezialisten auf Schloss Montabaur statt. Ich darf als Key-Note Speaker mit dem Thema: "Digitalisierung: Und wie leben wir das nun in unserer Kultur" teil dieser Veranstaltung sein.

Worum geht's?

Veränderung als Chance begreifen – auch und gerade im Marketing.

Die Dynamisierung und der Wandel des Finanzdienstleitungssektors ist in aller Munde – Digitalisierung, Innovationen und Veränderungsbereitschaft werden immer stärker gefordert, um auch zukünftig erfolgreich sein zu können!

 

Gerade die Veränderungsdynamik im Marketing ist eine Riesenchance: Die Bedeutung und die Möglichkeiten nehmen jeden Tag zu. Natürlich gehört Lernbereitschaft und Neugier dazu, um die neuen Möglichkeiten nicht nur verstehen, sondern beherrschen und anwenden zu können.

 

Die höhere Geschwindigkeit in der Kommunikation, die Vielzahl der Kanäle, die Dialogmöglichkeit und die Messbarkeit des Marketingerfolgs bietet die einmalige Möglichkeit, den Stellenwert des Marketings im Unternehmen zu erhöhen.

Die veranstalter - ADG

Die Akademie Deutscher Genossenschaften ADG e.V. bietet ein breites Angebot an Management- und Qualifizierungsprogrammen, Hochschulstudiengängen, Seminaren, Workshops, Foren, Webinaren oder bankindividuellen Lösungen zu aktuellen Themen. Kunde sind Genossenschaftsbanken  und genossenschaftliche Unternehmen in Deutschland. 

Mehr Infos zum Marketingforum der bankenbranche

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GESUNDER DIGITALER WANDEL - Ein Interview.

Julia Krieg von BMW hat mich zum Thema "GESUNDER DIGITALER WANDEL" interviewt. Wir sprachen über Gesundheit am Arbeitsplatz in einer sehr schnelllebigen und digitalisierten Zeit. 


Liebe Miriam, du vereinst zwei auf den ersten Blick sehr gegensätzliche Themen. Was bringt die Einführung einer digitalen Kultur mit sich?

Die Einführung einer digitalen Kultur bzw. der Wandel zum mehr und mehr digitalisierten Arbeitsplatz kann uns schnell aus der Balance bringen. Um gesund und stabil zu sein, bedarf es immer an Ausgeglichenheit.

 

Je digitaler unser „Leben“ wird, desto bewusster brauchen wir auch den physischen Menschenkontakt, sowie den Kreativprozess auf Papier. Ich arbeite mit Unternehmen bewusst an der Balance zwischen digital und analog – denn die Natur macht es uns vor. Wenn wir es schaffen Digitalisierung und das digitale Mindset in der Kultur eines Unternehmens zu verankern, wirkt sich dies auf mehrere Faktoren in positiver Hinsicht aus.

 

Zum Einen werden wir Digitalisierung nicht mehr nur als EIN Unternehmensprojekt ansehen – wir werden verstehen, dass es uns als Gesellschaft, als Unternehmen, als Käufer und Verkäufer völlig verändert. Zum Anderen kann uns die Digitalisierung auch dabei unterstützen schneller in unserer Zusammenarbeit sowie der authentischen Kommunikation untereinander zu werden.

Wir können gar nicht anders, als uns mit der digitalen Mitarbeiterkultur auseinanderzusetzen. Dies ist unsere Zukunft. Aus einer achtsamen digitalen Kultur können nur Vorteile für uns als Mitarbeiter eines Unternehmens sowie privat als Mensch entstehen. Wir wachsen persönlich und beruflich mit dieser Herausforderung unserer Zeit. Nur gedanklicher Stillstand bedeutet einen Nachteil und führt in einer sich schneller wandelnderen Welt zu großem persönlichem Stress.

Das Mindset der Mitarbeiter gegenüber der digitalen Kultur zu verändern und gleichzeitig den Aspekt körper zu berücksichtigen scheint schwer umsetzbar, oder?

Da sprichst du etwas Wichtiges und zum Teil sehr Zutreffendes an. Die Umsetzung an sich bzw. die Menschen dafür zu begeistern, ist meiner Ansicht nach nicht das Problem – schließlich möchte jeder in eine stressfreie, gesunde und glückliche Zukunft gehen. Die Herausforderung ist meist, dass wir uns in für dieses Thema innerhalb der Unternehmen zu wenig Zeit nehmen. Leider lässt sich der indirekte Benefit einer gesunden digitalen Kultur nicht direkt in Zahlen kalkulieren. Doch Studien belegen zumindest, dass glückliche, wissende und gesunde Mitarbeiter kreativer und produktiver sind. Deshalb nicht einfach – aber nicht unmöglich.

An was fehlt es deiner Meinung nach in Unternehmen und warum?

Stichworte wie „digitale Achtsamkeit“ oder „digital mindset“, die ich häufig verwende, lassen erspüren in welche Richtung es gehen soll. Häufig fehlt es meiner Meinung nach leider am richtigen Mindset für die digitale Zukunft. Gerne fasse ich die Herausforderung immer so zusammen:

„Lasst uns einen gemeinsamen Weg hin zu einer gesunden digitalen Kultur finden.“ Gesund meint in diesem Zusammenhang nicht nur körperlich gesund zu bleiben – d.h. Burn-out und digitalem Stress vorzubeugen, sondern auch gesunde und vertrauensvolle Beziehungen unter den Mitarbeitern aufzubauen sowie das richtige Maß an Innovationsfreude hervorzurufen, um das Unternehmen auf gesundem – d.h. erfolgreichem – Kurs zu halten. Unserer digitalen Zukunft liegen andere Maßstäbe und Faktoren zugrunde– wer erfolgreich sein möchte braucht „digitale Kompetenz“.    

Wie sollten Arbeitsplätze deiner Meinung nach aussehen, damit der Mitarbeiter glücklich ist? Wie sollten Arbeitszeiten gestaltet werden?

Das ist eine gute Frage: Ich denke, dass dies viel mit Individualität zu tun hat. Wichtig ist vor allem, dass sich der Mitarbeiter wohl fühlt und vielleicht sogar einen Rückzugsort für kleine Pausen hat, denn wie beim Sport entsteht Leistungsfähigkeit in den Ruhephasen. Schön finde ich zudem, wenn jeder Mitarbeiter seine drei persönlichen Top Werte am Schreibtisch sichtbar für andere macht. So unterhält man sich direkt auf einer anderen Ebene des Vertrauens.

 

Grundsätzlich denke ich, dass es in unserer Zeit keine festen Arbeitszeiten mehr geben kann, da dies unserem 24/7 Umfeld nicht entspricht. Anstelle dessen sage ich gerne folgenden Satz oder auch Tweet :): „Je mehr Digitalisierung, desto mehr ist der Mensch gefordert sich selbst zu managen.“ Ist das Deiner Meinung nach nicht auch die Kompetenz an der eher gearbeitet werden sollte, Julia?

Vollkommen. Soll das arbeitsleben sich denn mehr in das Lebenleben integrieren oder das Lebenleben in das Arbeitsleben?

Wieder eine sehr gute Frage . Hmm... Wichtiger ist, denke ich, das LEBENleben, auch wenn es sich auf dem Rad der Zeit manchmal anders darstellt. Wenn man tut was man liebt, glaube ich allerdings ist es viel leichter, weil man gar nicht bewusst zwischen ARBEIT und LEBEN unterscheiden muss. Für mich also LEBEN und ARBEIT in stärkenbewusster Balance.

Miriam, dein Konzept setzt sich aus den drei folgenden Punkten zusammen:

Was verbirgt sich hinter diesen Punkten?

Media:

Hier geht es tatsächlich um den technischen Umgang und Möglichkeiten der Zusammenarbeit in der digitalen Welt. Mein Spezialgebiet ist hier der Einsatz eines Social Collaboration Tools, was meiner Ansicht nach die logische Konsequenz aus der vernetzen Welt ist. Meist haben Mitarbeiter im ersten Schritt Angst vor „noch einem Tool“, das sie nicht kennen. Da bleibt man lieber beim Altbewährten – „auch wenn uns dies zugegeben zum Teil sehr stresst“ – gemeint ist beispielsweise die Flut an Mails. Deshalb zeige ich hier, wie man mit einem Sozialen Intranet beispielsweise produktiver werden kann. 

Mind:

Der Punkt Mind zielt auf die Einstellung zur digitalen Zukunft ab. Hier sind die Punkte, die ich Dir vorhin genannt habe interessant: Also – wie wird die Digitalisierung unsere Geschäftsmodelle, ja unser Leben verändern – privat und beruflich. Dies lässt sich sehr gut in Key Notes packen oder auch in kreativen Workshops gemeinsam mit den Mitarbeitern erarbeiten.

Body:

Nichts ist wichtiger als körperliche Gesundheit und Flexibilität. Sie ist die Basis unserer Leistungsfähigkeit, Kreativität und Freude an Ideen. Da wir immer mehr sitzen und uns wenig bewegen haben wir keine bis wenig Möglichkeit die durch Stress verursachten Hormone wie Adrenalin und Noradrenalin im Körper abzubauen. Früher folgte auf die Stressreaktion im Körper immer eine „Flight or Fight“-Reaktion und so wurde die Übermenge an Hormonen abgebaut. Nun passiert das nicht mehr und der Stresspegel bleibt konsequent hoch. Leider hat dies auch Auswirkungen auf unsere Verdauung, denn unter Stress fährt der Körper die Aktivität aller nicht überlebensnotwendiger Organe zurück – wir werden „dicker“.

Und wie etablierst Du diese punkte?

Einerseits ist körperliche „Awareness“ sowie auch Atemübungen Teil aller meiner Workshops. Zum Anderen gibt es hier die Möglichkeit Teamevents im Hinblick auf körperliche Fitness sowie Achtsamkeit zu gestalten – hier erlernen die Mitarbeiter Übungen, die sie in Ihren Arbeitsalltag übernehmen – vielleicht sogar direkt am Arbeitsplatz durchführen - können. Mein Spektrum reicht sehr weit - ebenso sind die Gestaltungsmöglichkeiten von Workshops & Seminaren breit gefächert. Ich blicke gerne in die Zukunft und hole die Teilnehmer im Anschluss wieder zu Ihren Wurzeln zurück.

Warum gerade Yoga?

Mein Yogaausbilder sagte mal: „Yoga kann man nicht in Worte fassen, man muss fühlen, was es mit einem macht.“ Und genau das denke ich auch. Yoga bedeutet vor allem Harmonie zwischen Körper, Seele und Geist. Und das ist wiederum die Basis unserer Konzentration.    

Vielen lieben Dank für Deine Zeit, Miriam.

Vielen Dank liebe Julia für Deine Mühen und das tolle Interview.


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Dean & David - Vortrag Entrepreneurship LMU: 11 Tipps zur Gründung

Vor mittlerweile etwas längerer Zeit habe ich diesen Blogbeitrag geschrieben, aber nicht veröffentlicht. Jetzt möchte ich ihn mit Euch teilen.

Im Juni fand ein spannender Vortrag an der Ludwig-Maximilian-Universität München statt. David Baumgartner, Gründer der Salatbar Dean&David, sprach über seine Tipps zur Unternehmensgründung. Diese möchte ich mit Euch teilen.

Ganz locker und ohne Powerpoint-Folien erzählte David von seinem Lebenslauf, von einem eher chaotischen Werdegang, von abgebrochenen Studiengängen und Nebenjobs in Bars bis hin zum erfolgreichen Unternehmensaufbau mit mittlerweile über 70 Läden in fünf Ländern.

 

Im Zuge seiner charismatischen Art des Story-Tellings vermittelte David einige wertvolle Tipps zur Start-Up-Gründung, die ich mit Euch teilen möchte:

#Tipp 1: Reisen bildet

David liebt das Reisen. Auf seinen zahlreichen Reisen bereits während des Studiums (in den Semesterferien versteht sich), lernte er viele unterschiedliche Kulturen kennen und saugte Eindrücke auf. "Diese Erlebnisse inspirierten und inspirieren mich immer wieder neue Ideen in das Dean&David Konzept aufzunehmen. Deshalb mein erster Tipp: Reisen bildet!"

#Tipp 2: Lage

Wollt Ihr gründen, dann rät David als oberste Priorität auf die Lage Eures „Geschäftes“ zu achten. Ein gutes Konzept in schlechter Lage bringt einfach nichts. Auch David musste bereits einen Laden schließen, da die Lage im Einkaufszentrum einfach nicht passte.

 

#Tipp 3: Kontakte

„Pflegt Eure Kontakte und erinnert Euch an frühere Kontakte!“ - betont David mit einem Lächeln im Gesicht. Ohne seinen Kontakt zu einem früheren Chef aus Zeiten als Barkeeper in München hätte er den Laden in der Schellingstraße (sehr bekannt in München) ganz sicher nicht bekommen. Euer Netzwerk unterstützt Euch.

Auch mir sagte eine Kollegin zum Abschied von BMW, sie wünsche mir vor allem Menschen, die mich mit viel Herz und Unterstützung auf meinem Weg begleiten.

 

#Tipp 4: Finanzen & Fördergelder

Ein einfaches Förderdarlehen der KfW ist für den Anfang perfekt. Geht zur Sparkasse und lasst Euch hinsichtlich Förderhilfen für Existenzgründer beraten. Zu den Zeiten zu denen ich gründete gab es die Funding-Geschichten für Start-Ups noch nicht.

 

#Tipp 5: Sei Dir für nichts zu schade!

Es ist wichtig sein Geschäft von Grund auf zu verstehen und sich für keine Arbeit zu schade zu sein. Ob „Kassensystem beherrschen“, „Gerichte zubereiten“ oder den Boden wischen - Du musst Deinen Laden und die Aufgaben im Laden von Grund auf kennen bzw. wenn notwendig tun. David spricht von einer Zeit in der er täglich von 6 bis 21 Uhr in seinem ersten Laden in der Schellingstraße stand. "Es gibt Zeiten, in denen man eben hart arbeiten muss." 

 

#Tipp 6: Partnerschaften genau regeln

Wenn man sich länger kennt, neigt man oft dazu, Dinge für selbstverständlich anzusehen oder Verantwortungen wegen der Freundschaft nicht konkret festzuhalten. David kann aus Erfahrung sagen, dass es äußerst wichtig ist, Kooperationen und Partnerschaften mit Geschäftspartnern genau zu definieren, um die zukünftige Zusammenarbeit erfolgreich und effizient zu gestalten.

 

#Tipp 7: Fokus

Ob hinsichtlich der Auswahl von Produkten, dem Aufgreifen von Projekten oder Ideen für Neues rät David sich auf ein paar wenige Dinge zu fokussieren. „Macht lieber eine Sache richtig, als Vieles nur halb.“, sagt David mit voller Überzeugung.

 

#Tipp 8: Einfachheit

Kunden lieben es einfach - das steht fest. Extrem wichtig für Deinen Erfolg ist es laut David, seine Kunden nicht mit Produkten, die er nicht kennt, zu überfordern. „Wir hatten in den letzten Jahren immer wieder Produkte angeboten, die in Deutschland unbekannt waren. Meistens mussten wir diese wieder aus dem Sortiment nehmen, weil sie einfach nicht liefen.“, sagt David.

 

#Tipp 9: Zeitpunkt & Umgebung

Es ist nicht immer wichtig der Erste zu sein - Zeitpunkt und Umgebung bestimmen maßgeblich, ob Dein Konzept erfolgreich ist. Auch hier plaudert David ein bisschen aus dem Nähkästchen: „Ich war nicht der erste mit einem Salat-Bar-Konzept in München, allerdings war der Markt zu dem Zeitpunkt, als ich startete, reif für diese Idee."

 

#Tipp 10: Gute Leute

„Faulheit denkt scharf!“, wirft David in den Vorlesungssaal und lacht. „Ich bin und war schon immer etwas "faul". Genau aus diesem Grund habe ich mir immer gute Leute gesucht." Auch meiner Meinung nach ist das ein sehr wichtiger Tipp. Wer mit Leuten zusammenarbeitet, die Mitdenken und das, was sie tun mit voller Leidenschaft tun, ist dem Erfolg automatisch "auf den Fersen“. 😃

 

#Tipp 11: Mitarbeiter führen

Sobald Mitarbeiter eingestellt werden muss man als Chef lernen ihnen zu Vertrauen und Verantwortung abzugeben. „Manchemal leichter gesagt, als getan.“ David empfiehlt hier seinen Mitarbeitern vollstes Vertrauen zu schenken und loszulassen. Wenn man die richtigen Personen eingestellt hat, denken diese mit und werden gute Ergebnisse liefern.

 

#letzter Tipp von Miriam: Sei und kommuniziere authentisch

David hat einen wichtigen Satz gesagt: „Was macht Dean&David aus? David - das ist die Antwort.“ David hat seine Geschichte der Unternehmensgründung wahnsinnig authentisch und charismatisch erzählt. Man hat ihm gerne über eine Stunde volle Aufmerksamkeit geschenkt. 😃 Auf meine Frage hin, wie er mit seinen Mitarbeitern und Partnern kommuniziert,  meinte er per Telefonat oder Mail und dass es immer mehr zur Herausforderung wird, da das Unternehmen und die Mitarbeiteranzahl stetig wächst. Denkt Ihr nicht auch, dass David seine Informationen und Tipps in der heutigen Zeit noch authentischer mit seinen Mitarbeitern teilen könnte? Für einen Charismaten wie ihn ist es ein leichtes z.B. wöchentlich einen Podcast zu drehen und so seine Mitarbeiter auf die Dean&David-Reise mitzunehmen. 

Vielleicht schreibe ich David Baumgartner einfach an und erzähle ihm von meiner Idee der noch stärkeren Dean & David Mitarbeiter-Community.

 

Liebe Grüße und vielen Dank an David Baumgartner für diesen spannenden Vortrag.

 

Eure Miriam

 

Ich freue mich über Kommentare und Feedback

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Immer einen Schritt zurücktreten: Wie man gesund digital lebt

Text von Daniela Heggmaier: Über meine Key Note beim Werkabend des Isarnetzes im Smartvillage München.

Disruption, Digitalisierung, Web 4.0 – diese Schlagworte sind omnipräsent, wenn es um neue Zukunftschancen geht. Doch nicht nur Chancen sind damit verbunden, auch Bedrohungen, z.B. für Körper und Geist. Über eine gesunde digitale Arbeitskultur referierte Miriam Nagler deshalb am 2.8.2016 auf dem Werkabend des Isarnetzes.


Digitale Transformation – nicht alle sind sich darüber im Klaren, was diese Veränderung eigentlich persönlich und beruflich für sie bedeutet. Miriam Nagler, Expertin für die Verbindung von Kommunikation, Führung, Achtsamkeit und Gesundheit, hat sich deshalb auf den Weg gemacht: Sie will Unternehmenskulturen den Spirit vermitteln, der der digitalen Transformation zum Erfolg verhelfen kann. Im Mittelpunkt ihres Vortrags auf dem Isarnetz Werkabend stand deshalb die Frage: Wie können wir Kommunikationstechnik, Mindset und Gesundheit so kombinieren, dass Mitarbeiter eine glückliche Zukunft erleben?

Diese Frage ist wichtig, denn wir stehen vor einer Reihe „digitaler“ Probleme, die unserer Wirtschaft schaden:

  • Die Sucht, zu mit dem Handy zu spielen, permanent online und erreichbar zu sein, auf Emails zu reagieren oder Online-Rollenspiele zu spielen. Eine Sucht, die uns nicht nur die Fähigkeit zur Konzentration sondern auch unsere Aufmerksamkeit raubt. Miriam Nagler zitiert eine Studie von Microsoft, die belegt, dass unsere Aufmerksamkeitsspanne mittlerweile geringer ist als die eines Goldfisches. Diese sank nämlich seit dem Jahr 2000 von durchschnittlich 12 Sekunden auf nur noch 8 Sekunden. Die Onlinesucht führt zu Verhaltensstörungen, zur Vernachlässigung sozialer Kontakte, zu Aggressivität, schlechter Laune, Nervosität oder Schlafstörungen.
  • Multitasking: Wir können zwar gleichzeitig gehen und reden, aber Entscheidungen und Problemlösungen verlangen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. Psychologische Experimente zeigen: Überlappen sich Entscheidungsprozesse, werden wir langsamer, wir können uns schlechter erinnern und die Fehlerquote steigt. Zudem löst Multitasking Stress aus, das Hormon Cortisol im Körper steigt. Laut Forbes Magazine ist Multitasking genauso schlecht für den IQ wie der Konsum von Marihuana oder Schlafentzug.
  • Empathieverlust: Zahlreiche internationale Studien belegen eine Verbindung von Bildschirmnutzung und Depression. Wir schreiben uns alle nur noch Emails, Whatsapp-Nachrichten oder kommunizieren auf anderen sozialen Plattformen – schriftlich. Und sprechen wir noch miteinander? Leider immer weniger, das bestätigten auch die Teilnehmer des Werkabends. Doch wir sollten reden, denn Sozialkontakte sind einer der wirksamsten Schutzmechanismen gegen Stress, der wiederum ein wesentliches Risiko für das Auftreten von Depression darstellt.

Miriam Naglers Ansatz: Wertschätzend kommunizieren. Sie führte uns in einem Experiment, das alle Werkabend-Besucher in intensiven Austausch brachte, vor, wie glücklich Kommunikation macht, wenn sie wertschätzend ist.

 

Wer wertschätzend kommuniziert, motiviert andere nicht nur zu guter Leistung, er senkt gleichzeitig auch den Stress des Gegenübers. Denn durch die entgegengebrachte Wertschätzung und Empathie schüttet die Hirnanhangdrüse mehr von dem Bindungs-Hormon Oxytocin aus, was körperlichen Stress und Aggressivität verringert.

Likes schaffen verbindung

Diese gesundheitsfördernde Form der Kommunikation vermittelt Miriam Nagler den Firmen, die sie berät. Aber sie transportiert das Bindungshormon auch in die sozialen Intranets der Unternehmen, in den Mitarbeiter sich gegenseitig mit Likes motivieren können. Dort haben sie auch die Möglichkeit, sich gegenseitig besser kennenzulernen und Fans und Follower von Führungskräften oder einzelnen Projekten zu werden.

 

Je mehr Digitalisierung, desto mehr Gedankenhygiene – das fordert Miriam Nagler, denn sie weiß, dass durch die neue Fülle der Entscheidungen, die wir heute treffen müssen, mehr Selbstmanagement und Selbstdisziplin denn je von uns gefordert wird: Immer mal wieder einen Schritt zurücktreten, eine Pause einlegen, reflektieren, Grenzen ziehen, Regeln definieren und kommunizieren – das rät sie.

 

Führung spielt bei all dem eine wichtige Rolle: Die Referentin zitierte Professor Dr. Peter Kruse https://spielraum.xing.com/2014/11/stakeholder-statt-shareholder-professor-dr-peter-kruse-im-xing-klartext-video-interview/, der den Wandel vom Shareholder- zum Stakeholder-Modell propagiert, in dem „Persönlichkeit, Planung und Profit“ durch „Information, Iteration und Integration“ ersetzt werden. Sein Führungskonzept fordert die „iterativ testende Agilität“ bei der gemeinsamen Suche nach neuen Führungsmodellen von Mitarbeitern und Führungskräften.

 

Das Fazit: Einen bewussten Atemzug am Tag nehmen, mehr reden, wertschätzen und achtsam sein! Damit wir bald wieder länger aufmerksam sein können als die Goldfische und gesund digital leben können!


Über die Referentin:

Miriam Nagler ist Gründerin von Digital „M“ Communication & Health. Sie ist Yoga-Lehrerin und Expertin für Wissensmanagement sowie Social Communication und erarbeitet Strategien für eine zukunftsfähige Mitarbeiterkultur von Unternehmen – gesund und digital!

Anmerkung der Isarnetz Website-Redaktion:

 

Vielen Dank an Daniela für diesen informativen Bericht vom Isar:netz//werkabend am 2.8 

Liebe Leser: Wenn Ihr Beiträge und Berichte aus Eueren Netzwerken und Organisationen zu spannenden Events aus dem Digital- und Kreativbereich habt, nehmt Kontakt mit uns auf, oder schickt gleich den Beitrag an:  m.schmitt@schmitt-kommuniziert.de (bitte cc an wolf.gross@isarnetz.de)

 

Hier der Link zum Originalbeitrag: Blog Isarnetz

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Drei Auswirkungen der Digitalisierung, die uns nicht gefallen.

Heute geht es um drei Schattenseiten der Digitalisierung aus Sicht des einzelnen Menschen. Das Internet und die zunehmende Vernetzung verändern unser Zusammenleben, unsere Entscheidungsfindung und unser Verhalten auf enorme Art und Weise.

 

Folgende drei Dimensionen wurden durch Professoren und Forscher belegt.

1. Internetsucht bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern

Zwar wird die Online-Abhängigkeit in Deutschland bislang weder als Sucht noch als psychische Störung offiziell anerkannt. Dennoch zeigen bereits mehrere Studien, dass dieses Phanomen eine ernstzunehmende Gefahr ist. So wird Internetsucht als das Phanomen, das Internet in gesundheitsgefährdendem Ausmaß zu nutzen, definiert.

Drei Kernbereiche werden hier unterschieden: Computer-/Onlinespiele, Kommunikation (Chat, Mail, Foren etc.) und Cybersex. Die Auswirkungen einer Onlinesucht sind Verhaltensstörungen, wie beispielsweise die Vernachlässigung sozialer Kontakte und der üblichen Lebensweise. So ersetzen betroffene einen Großteil ihrer realen Welt durch die virtuelle Welt. Typische Symptome sind Agressivität, schlechte Laune, Nervosität oder Schlafstörungen. Eine aktuelle Studie im Auftrag der Landesmedienanstalt NRW ergab, dass ca. jeder 8 Schüler suchtgefährdet ist. Jeder Vierte 8 bis 14-Jährige fühlt sich durch die dauerhafte Kommunikation über Chat-Dienste gestresst. Sie verbringen am Wochenende täglich ca. 3 Stunden im Netz.

Wie wirkt Internetsucht? Dahinter steckt ein Belohnungssystem. Der Hirnbotenstoff Dopamin, der für das Belohnungssystem verantwortlich ist, wird dabei verstärkt ausgeschüttet, ähnlich wie bei der Einnahme von Drogen. Der einzige Unterschied bestehe darin, dass das Gehirn, anders als bei stofflichen Drogen, nicht durch eine Substanz stimuliert wird, sondern durch optische und akustische Reize, so Rainer Thomasius, ärztlicher Leiter des Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ).

Der Tipp der Experten lautet hier: Beobachten Sie das Online-Verhalten Ihrer Kinder und schaffen Sie bewusst einen Offline-Tag in der Woche.

2. Multitasking? Fluch oder Segen?

Prof. Dr. Schubert von der Humboldt-Universität Berlin sagt: „In der Psychologie verstehen wir unter Multitasking, dass eine Person zwei oder mehr Aufgaben zeitüberlappend ausführt. Die Aufgaben müssen dabei unabhängige Ziele haben.“ Relativ unproblematisch sei es bei peripheren Prozessen, d.h. wenn wir Dinge mit unterschiedlichen Sinnen wahrnehmen, da dadurch Informationen in unterschiedlichen Arealen des Gehirns verarbeitet werden. Output kann hier auf mehreren Kanälen erfolgen, z.B. können wir laufen und gleichzeitig sprechen. Entscheidungen und Problemlösungen allerdings benötigen ungeteilte Aufmerksamkeit. Psychologische Experimente zeigen hier klar: Überlappen sich Entscheidungsprozesse, verlängert sich die Bearbeitungszeit oder die Fehlerquote steigt. Zudem wurde nachgewiesen, dass Multitasking Stress in uns auslöst, d.h. das Hormon Cortisol im Körper steigt. Laut Forbes Magazine ist Multitasking genauso schlimm für den IQ wie Marihuana. 

Fazit: Multitasking hat negative Auswirkungen auf Konzentration und Ergebnis. Ein Tipp an dieser Stelle ist die Pomodoro-Strategie, welche empfielt, den Tag in je ca. Minuten-Blocks einzuteilen - 25 Min. arbeiten und 5 Min. Pause. So arbeite man mit höherer Effizienz.

3. Empathieverlust: Realität oder doch nur der Eindruck von Skeptikern?

Der Autor des Buches "Cyberkrank" - Prof. Dr. Spitzer - gilt in Deutschland als einer der bekanntesten Kritiker, wenn es um die Digitalisierung unseres Lebens geht. Er stellt in seinem Buch anhand zahlreicher internationaler Studien eine klare Verbindung zwischen „Bildschirmnutzung“ und Depression her. Ein Mechanismus der modernen Welt sei es neueren Studien zufolge, reale Sozialkontakte zu verdrängen. Ausgeprägte Sozialkontakte sind jedoch einer der stärksten Schutzmechanismen gegen Stress, der wiederum ein wesentliches Risiko für das Auftreten von Depression darstellt.

 

Wie sehr denkt Ihr ersetzen unsere virtuellen Kontakte unsere realen? Wie viel Prozent machen virtuelle „Gespräche“ aus? Bzw. leiden nicht auch unsere realen Beziehungen zum Teil, wenn wir beim Essen ständig auf unser Handy schauen, weil eine virtuelle „Beziehung“ gerade interessanter sein könnte. 

 

Darüber dass das Wort „Smombie“ - eine Neologismus aus Smartphone und Zombie - letztes Jahr zum Wort des Jahres gewählt wurde, muss ich fast ein bisschen schmunzeln. :)

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Social Media Night - Wie sieht unsere Zukunft aus? "Alles digital" oder doch "Digital Detox"?

Letzten Samstag war ich von einer guten Freundin Bettina Sabath zur Social Media Night bei Sabath Media eingeladen. Die Themen Social Media und Digitalisierung wurde hier kontrovers diskutiert. Social Media - Fluch oder Segen?

 

Dominik Fürtbauer - der junge Bestsellerautor - sprach über Chefsache Social Media Marketing. Für Ihn steht fest: Unternehmen, die in Zukunft digital unsichtbar sind, werden früher oder später tatsächlich verschwinden. Den zweiten Vortrag hielt Ulrike Stöckle. Sie betonte dagegen, warum bewusstes "Digital Detox“, wie sich auch Ihr Unternehmen nennt, besonders wichtig ist. 

Dominik fürtbauer - Kundenkommunikation auf der überholspur.

Zunächst zurück zum ersten Vortrag. Warum ist Social Media eigentlich unumgänglich? Ganz klar: Die sogenannte Generation Y kommuniziert anders als die Generation vorher. Will heißen: Vernetzter, Schneller, Multichannel und mit möglichst vielen gleichzeitig. „Wir sind es gewohnt schnell mit jedem in Austausch treten zu können.“ Und genau das wollen unsere Kunden auch in Zukunft. Sie wollen virtuell mit uns in Austausch treten können - schnell, unkompliziert und direkt.

Der junge angesehene Social Media Experte führte zudem vor, wie Architekten über das iPad ein Haus auf das Wunschgrundstück projizieren und den Kunden anschließend virtuell durch sein neues Haus führen. So kann perfekt auf Änderungswünsche eingegangen werden: „Oh das Badezimmer ist doch etwas zu klein.“ 

Auch zeigte er wie Modelables über Snapchat mit der jungen Generation in Austausch treten bzw. diese motivieren. Eins steht fest: Aus einer aktiven Community entstehen ernsthafte Kaufabsichten.

Ulrike Stöckle - Dauererreichbarkeit - Die Schlange im digitalen Garten Eden.

Der Vortrag von Ulrike Stöckle beleuchtete nicht nur die positiven Seiten der Digitalisierung. Sie stellte Fragen wie: „Rufen Sie Ihre Mails ab um diese zu beantworten, obwohl Sie gerade keine Zeit haben? Entscheidet Ihr Posteingang, womit Sie sich gerade beschäftigen? Kommunizieren Sie mehr digital als persönlich? Werden Sie nervös und aggressiv, wenn keine Internet-Verbindung zur Verfügung steht?“

Ulrike Stöckle spricht hier von einer Sucht, die uns die Fähigkeit zur Konzentration und Aufmerksamkeit raubt. So belegt eine Studie von Microsoft, dass unsere Aufmerksamkeitsspanne mittlerweile geringer ist als die eines Goldfisches. Diese sank nämlich seit dem Jahr 2000 von durchschnittlich 12 Sekunden auf nur noch 8 Sekunden. Damit ist der Goldfisch mit 9 Sekunden besser. Woran liegt das? Ulrike Stöckles Antwort: Goldfische können (noch) keine Smartphones bedienen.

Auch wurden breite Studien durchgeführt, die zeigen, dass wir im Schnitt allerspätestens alle 15 Minuten von unserer Arbeit unterbrochen werden. Der Mensch braucht aber mindestens 16 Minuten um in volle Konzentration zu gelangen bzw. in den sogenannten „Flow“. Was dies mit unserer Arbeitsproduktivität macht? - Das denke ich weiß jeder von uns selbst.

Die Social Media Night wurde vom Chartflipper Thorsten Ohler auf Leinwand visualisiert. Wie groß ist der Graben zwischen Digitalisierung, Zukunft und „Alles nur noch digital“ und „Digital Detox-Notwendigkeit“?

 

Meiner Meinung nach steht eines fest: Wir können unserer von Technologie und Fortschritt geprägten Welt nicht entfliehen - wir müssen jedoch lernen richtig damit umzugehen. D.h. wir müssen bewusst an unseren Werten und „Regeln“ arbeiten.

 

Liebe Grüße

 

von Eurer Miriam Nagler

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Silicon Valley: 5 Fragen - Macht uns diese neue Welt Freude oder Angst?

Hallo Zusammen, 

heute geht es um das Silicon Valley - das mächtige Tal der Innovationen in Kalifornien. Nachdem ich mehr und mehr darüber gelesen habe, bin ich gemischter Gefühle - „Wahnsinn - das ist ja super“ und „Das macht mir wirklich Angst“.

Hier 5 Fragen und Antworten:

Was ist das Silicon valley überhaupt?

Das Silicon Valley erstreckt sich vom Stadtrand San Franciscos ca. 50 Meilen südwärts und gilt als Heimat der derzeit wohl mächtigsten Firmen der Welt: Google (Mountain View), Facebook (Menlo Park), Apple (Cupertino) und Tesla (Palo Alto) etc. Die Liste könnte mit zahlreichen weiteren Firmen wie Microsoft, Amazon, Airbnb erweitert werden. Im Jahr 2015 wurden hier in etwa 30 Milliarden Risikokapital investiert. Silicon (von Silizium) bezieht sich übrigens auf die Halbleiter- und Computerindustrie, die das Tal seit Beginn prägt. Und was macht diese Firmen so besonders? Die Philosophie ist ganz klar: Wir verändern die Welt in rasender Geschwindigkeit, bahnbrechend und radikal. Viele Start-ups werden als Unicorn (Einhorn) bezeichnet: Sie sind mit über einer Milliarde bewertet. Darüber hinaus befindet sich hier auch die Stanford University.

Parallelwelt oder betrifft es jeden einzelnen von uns?

Diese Frage können wir sehr schnell beantworten. Können wir heute überhaupt noch ohne Internet überleben oder  wären wir dann abgeschnitten von Kommunikation und Bildung? Können wir der Informationsflut, die die weltweite Vernetzung schafft überhaupt noch entgehen? Ein Vergleich, den ich sehr mag, zeigt vor welcher Herausforderung wir als Menschen stehen: Für die Menge an Informationen, die wir heute täglich verarbeiten müssen hätte Goethe mehrere Jahre Zeit gehabt. Das führt für den Neurowissenschaftler Adam Gazzaley und weitere zur „einfachen“ Schlussfolgerung: Das Gehirn - der Mensch - muss verbessert werden, um mit der heutigen Welt zurecht zu kommen.

Woran wird im Silicon Valley geforscht?

Was immer vorstellbar ist - hier wird es mit Milliardeninvestitionen möglich gemacht. Es scheint als würde über so manchen Nachteil des Fortschritts nicht nachgedacht werden. Die technologische Entwicklung wird kein Mensch und keine Regierung aufhalten bzw. sind wir zu langsam, um dies überhaupt noch regulieren zu können. Herausstechende Persönlichkeiten, die kürzlich von Klaus Kleber interviewt wurden sind: Eric Teller, der als Captain das Innovationslabor „Google X“ leitet. Seine Forschungsgebiete sind durch drei Eigenschaften gekennzeichnet: 1. Es handelt sich um ein riesiges Problem. 2. Man kann es radikal verändern. 3. Es ist eine bahnbrechende technologische Entwicklung dafür notwendig. 

 

Auch ein Deutscher - Sebastian Thrun - ist ins Silicon Valley ausgewandert. Er hatte die Idee mit dem selbstfahrenden Auto, das in Zukunft parkende Autos aus den Innenstädten verbannen soll (oder eher wird?), Deine Einkäufe erledigt und dich vom Weggehen abholt. Mittlerweile leitet er eine Online-Universität „Udacity“. Seine Vision ist es, das Gehirn mit der Cloud zu verbinden, d.h. alle Gedanken und Gesichter, alle Gespräche und Emotionen werden aufgezeichnet und können jederzeit abgerufen werden. „Wir vergessen nichts mehr.“ Wo ist dann noch der Unterschied zwischen Mensch und Maschine? Ein Begriff, der dies prägt ist „Singularity“.

 

Die mögliche nächste Chemie-Nobelpreis-Trägerin Jennifer Doudna weiß, dass Sie einen richtig "dicken Fisch" entdeckt hat. Sie zerlegt DNA und setzt sie anders wieder zusammen. Das heißt? Lebewesen können künstlich erstellt und „gezüchtet“ werden. 

 

Einige Innovationen - wie Google Maps - haben unser Leben stark vereinfacht und verbessert - andere machen uns Angst.

Welche Branchen und Arbeitsplätze sind davon betroffen?

Kurz gesagt jede und jeder Arbeitsplatz kann über kurz oder lang davon betroffen sein. Die sogenannte „Disruption“ - schöpferische Zerstörung - macht vor keinem halt. Beispiele wie Uber, das die gesamte Taxibranche auf den Kopf stellt oder Airbnb, das weltweit Privatpersonen zu „Hoteliers“ macht und somit die gesamte Touristikbranche herausfordert, zeigen das Ausmaß der Innovationskraft. Sie "greifen" unsere Bildungssysteme und unsere Arbeitsplätze als Lehrer durch vernetzte Online-Universitäten an. Durch das selbstfahrende und „geteilte“ Auto, werden wir weniger Autos benötigen - eine Industrie, an der Millionen von Arbeitsplätzen hängen. Auch Regierungen und Parlamente sind sicher. Wenn Google beispielsweise eine Innovation vorantreibt, die weltweit exzellente Internetversorgung sicherstellt, kann dies keine Regierung dieser Welt rückgängig machen und es wird zahlreiche traditionelle Arbeitsplätze kosten. Für die Unicorns des Silicon Valley ist es erst dann eine Herausforderung, wenn sie es 10mal besser machen können.

Werden wir in Zukunft noch Mensch von Maschine unterscheiden können?

Was denkt Ihr darüber? Um ehrlich zu sein: Je mehr ich darüber lese und mich damit beschäftige, desto mehr erkenne ich, dass uns die künstliche Intelligenz näher auf den Fersen ist, als gedacht bzw. vielleicht hat sie uns zum Teil schon überholt. Vielleicht wird unser Kühlschrank in Zukunft unsere Einkäufe erledigen, weil er sowieso besser weiß, was wir wollen bzw. über unser Armband weiß, welche Nährstoffe unser Körper gerade braucht. Wenn das menschliche Augapfel mit dem Netz und der Cloud verbunden ist - Was unterscheidet uns dann noch?

Fazit

Wir alle können uns dieser Welt nicht verschließen. Es steckt eine unendliche Chance und eine große Gefahr in unserer Zukunft. Wir müssen lernen damit umzugehen. Vor allem ist es aber wichtig, das zu bewahren, was uns von der Maschine unterscheidet: Unsere Emotionen und Werte. 

In den nächsten Beiträgen geht es darum, wie wir uns privat oder im Team eines Unternehmens für unsere Zukunft richtig aufstellen können. 

Vielleicht werden es auch dann kürzere Häppchen :).


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Yoga - Warum eigentlich dieser Hype um Yoga?

Zum gestrigen Welt-Yoga-Tag möchte ich Euch ein bisschen etwas zum Hintergrund des Yoga erzählen.

In Deutschland üben ca. 3 Millionen Menschen Yoga aus. Es gibt 100.000 Yogalehrende, davon ca. 10.000 Hauptberuflich. Zahlen, die Yoga zur fünftpopulärsten Sportart nach Wandern, Fahrradfahren, Joggen und Schwimmen machen.

Aber was führt die Menschen zum Yoga? Der ehemals „esotherische“ Ruf ist längst gewichen – stattdessen wird Yoga zum Megatrend – ja zur Volkssportart.

Was ist eigentlich Yoga?

Yoga heißt Harmonie – heißt Einheit. Gemeint ist die Einheit zwischen Körper und Geist. Durch Übungen aus dem Yoga wird es uns leichter möglich, uns zumindest eine Stunde auf unseren Körper zu konzentrieren und die Gedanken fließen zu lassen. Wir spüren uns selbst. Im der Alltagshektik, der wir als Geschöpfe des 21. Jahrhunderts – geprägt von Digitalisierung, Kommunikationsbeschleunigung und Stress – ausgesetzt sind, kann dies ein Weg zum inneren Glück und zur Ausgeglichenheit sein. Neben dem Aufbau von Tiefenmuskulatur, unterstützt Yoga vor allem den Weg zu sich selbst zu finden. Wie bereits Schopenhauer sagte: Das Glück gehört denen, die sich selbst genügen.

Yoga heißt Harmonie
Yoga heißt Harmonie

Im März 2015 habe ich meine erste Yogalehrerausbildung absolviert. Dabei begegneten mir auch die Lehren des weisen Patanjali – vor allem der 8-fache Pfad im Yoga. Er beschreibt den Weg zum wahren Yogi.

 

1. Yamas – der Umgang mit Anderen:

  • Ahimsa: Gewaltlosigkeit
  • Satya: Wahrheitsliebe
  • Asteya: Nichtstehlen
  • Brahmacharya: Enthaltsamkeit
  • Aparigraha: Nichthorten oder frei von Begehren

2. Niyamas – der Umgang mit sich selbst:

  • Shauca: Reinheit bzw. Sauberkeit
  • Santosha: Zufriedenheit und Annehmen
  • Tapas: Disziplin und Durchhaltevermögen
  • Svadhyaya: Selbstreflexion
  • Ishvara Pranidana: Vertraue

3. Asana – die Körperübungen

4. Pranayama – Atmung

5. Pratyahara – Zurückziehen der Sinne

6. Dharana – Konzentration

7. Dyana – Meditation

8. Samadhi – Erleuchtung

 

Und der sportliche Effekt?

Yoga verbrennt in einer Stunde (je nach Schwierigkeitsgrad) ca. 200 Kalorien. Vor allem Stärken wir unseren Rücken sowie unsere gesamte Core-Muskulatur. In einer Wissensausgabe des SPIEGEL heißt es: „Kreuzleiden überfallen Millionen Menschen. Stress und Bewegungsmangel setzen den Knochen zu. Aber: Wer sich fit hält, kann das Übel bezwingen. Der Angriff auf den Rücken lauert überall. Eine falsche Drehung, stundenlanges Hocken in vorgebeugter Haltung an Schreibtisch und Computer – und schon zieht es heftig durch die Wirbelsäule. Wer seine Rückenmuskulatur stärkt, ist besser gegen solche Attacken gewappnet. Wie ein böser geist schießt der urplötzlich auftretende Lumbago – im Volksmund Hexenschuss – ins Kreuz. Wen es erwischt, der sollte sich nicht zu sehr schonen, sondern in Bewegung bleiben. Um den Schmerz zu besiegen, helfen auch körperliche Aktivitäten wie Yoga.“

 

Das Fazit ist: Körperliche Aktivitäten und die Seele sind fest miteinander verbunden.

 

Mein Yoga-Tipp für jeden Tag:

Nehmen Sie jeden Tag einen bewussten Atemzug durch die Nase in den Bauch. Spüren Sie wie kühl der Atem in der Nase ist. Das wird Ihren Energie verleihen – besser als jeder Kaffee. :) So beginnt Yoga.

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Was beinhaltet die digitale Agenda für Deutschland?

Heute geht es um die „Digitale Agenda der Bundesrepublik“ (2014-2017). Dahinter stecken für mich folgende Fragen: Was heißt Digitalisierung für uns als Bürger? …für uns als Kunden? …für unsere Kunden? …für mich als Arbeitender? …In welchem Umfeld leben wir in Zukunft? Und wie stehen wir im Vergleich zu anderen Ländern da?

Grundsätzlich beinhaltet die digitale Agenda Deutschlands sieben Handlungsfelder, die ich Euch nun mit ein paar Stichworten kurz vorstelle:
  1. Digitale Infrastruktur:
    Um wettbewerbsfähig bleiben zu können, sollen bis 2018 alle Haushalte über schnelles Internet (mind. 50 MBit/s) verfügen.
    …Möglichkeiten auch für Mittelständische Betriebe… zukunftsfähige Arbeitsplätze

  2. Digitale Wirtschaft und digitales Arbeiten
    Hier geht es vor allem darum, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu sichern und fit für die digitale Ära zu machen.
    …kostenlos ins Netz: Flughäfen, Cafés, Rathäuser, Bibliotheken.
    …deutsche Industrie für 4.0 „rüsten“
    … Ausbau der Start-Up-Förderprogramme.

    …Mittelständler sowie Leitbranchen in ihrer Innovationsfähigkeit unterstützen

  3. Innovativer Staat
    E-Governance Systeme sollen den Behördengang ersetzen.
    …45% der Menschen in Dtl. nutzen bereits die Möglichkeiten des E-Governments. 
    …Mausklick statt Behördengang.
    …Ziele: bessere Erreichbarkeit, kürzere Bearbeitungszeiten, freier Zugang zu Informationen, mehr Bürgerbeteiligung
    … das Programm Digitale Verwaltung 2020 soll die Rahmenbedingungen hierzu regeln

  4. Digitale Lebenswelten in der Gesellschaft
    Hier geht es darum, dass jeder Bürger Teil unserer digitalen Zukunft sein wird und dementsprechende Fähigkeiten benötigt.
    …Barrierefreiheit und Transparenz im Netz erhöhen die Lebensqualität.

    …es betrifft uns alle. Gesellschaftliche Teilhabe an Diskussionen.
    …Schlüsselqualifikationen und Kompetenzen im Beschaffen von Informationen oder Bedienen von Programmen/Geräten
    … Stärken des digitalen Entwicklungsgrads der deutschen Bevölkerung (generationenübergreifend)

  5. Bildung, Forschung, Wissenschaft, Kultur und Medien
    Wir können der digitalen Geschwindigkeit nur mit breitem Wissenssharing standhalten.
    …digitaler Wandel der Wissenschaft als Garant der Zukunft.
    …18 Mio. Bundesbürger nutzen Audio-Streaming.
    …e-Learning, um den Weg zum Kurs zu sparen.
    …“grenzenloser“ Infoaustausch unter Wissenschaftlern (Teilhabe)

  6. Sicherheit, Schutz und Vertrauen für Gesellschaft und Wirtschaft
    Das Garantieren der Datensicherheit bzw. der digitale Schutz im globalen Netz ist wohl die herausfordernste Aufgabe. 
    …Daten- und Netzwerksicherheit mit De-Mail

    …IT-Sicherheitsgesetz.

  7. Europäische und internationale Dimension der Digitalen Agenda
    Unter diesem Punkt versteht man Regelungen und Rahmenbedingungen, um ein offenes, freies, sicheres und globales Netz zu gewähren.

    …Internet ist Allgemeininformationsgut… internationale Einbettung.
    …Telemedizin. Sicher in der Welt unterwegs… benötigt einheitliche Regelungen.

    Das waren die 7 Punkte der Digitalen Agenda der Bundesrepublik. Worüber ich mir wirklich oftmals Gedanken mache, ist das Zusammenleben der Bevölkerung, wenn sich die Spanne zwischen digitaler und traditioneller Lebensweise immer mehr aufspreizt. Ist das vielleicht die Größte Herausforderung der Zukunft?


    Und wie stellen sich andere Staaten auf die kommende Ära ein? Ein Artikel aus der @t3n stellte Südkorea, Chile, die Schweiz, Holland und Estland als digitale Vordenker vor.

    Südkorea:
    Dabei glänzt Südkorea vor allem durch das digitalisierte Bildungssystem. Wer an der Bildung spart, wird in Zukunft verarmen, heißt es. So stehen digitale Schulbücher und Informationssysteme, sowie E-Learning klar im Vordergrund.
    Chile:
    In Chile setzt man sich vor allem für die Netzneutralität ein, d.h. alle Datenpakete werden im Internet gleich schnell übermittelt und keine Dienste bspw. der Netzbetreiber bevorzugt werden.
    Schweiz:
    Der Fokus der Schweiz liegt auf dem digitalen Breitbandausbau. Hier können wir als Deutsch nur staunen bzw. haben sich die Versprechungen von Angela Merkel nicht bewahrheitet.
    Niederlande:
    Holland profiliert sich als Home-Office-Paradies. Seit 2015 muss dort jeder Vorgesetzte einen triftigen Grund vorlegen, wenn er einem Arbeitnehmer die Heimarbeit untersagen möchte. (Dies muss natürlich grundsätzlich aufgrund der Art der Arbeit möglich sein).
    Estland:
    Vor allem Estland ist im Hinblick auf das Thema E-Government/E-Residents ein Vorbild der Bundesrepublik. Hier findet bereits heute nahezu die gesamte Kommunikation zwischen Behörden und Bürgern online statt.

    Was denkt Ihr darüber? Klar ist, dass die Bundesregierung einerseits, aber auch jeder einzelne von uns einen Beitrag zu unserer gemeinsamen Zukunft und zu einem gesunden Zusammenleben.

Quellen:
https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2016/05/2016-05-24-digitalisierung-meseberg.html

http://www.bmwi.de/DE/Themen/Digitale-Welt/digitale-agenda.html

t3n

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DIGITALISIERUNG - Was heißt das eigentlich? Phasen der Digitalisierung.

Hallo Ihr Lieben, 
heute möchte ich den Begriff Digitalisierung im Allgemeinen zunächst erklären. In den Medien fällt dieser Begriff mehrmals täglich - egal ob es um Gesellschaft, Industrie oder Politik geht. Doch was versteht man eigentlich unter dem Begriff Digitalisierung und welche Auswirkungen kann das auf unser Leben und unser Arbeitsleben haben? 
Nun zunächst zum Begriff Digitalisierung. Wikipedia sagt: Digitalisierung meint die Überführung analoger Größen in elektronisch speicherbare Informationen. Das dient vor allem dem Zweck der Weiterverarbeitung. 
Meinen Recherchen nach zufolge fand oder findet die Digitalisierung in mehreren Phasen statt:

 

  1. Digitalisierung der Arbeits- und Informationsprozesse
    Die Phase des Web 1.0 startete ca. 1993. Diese erste Webgeneration war rein statisch und diente vor allem werblichen Zwecken. Es wurde schnell für den Online Handel weiterentwickelt, um zum ersten mal breites Kundenpotenzial abzugreifen. Diese erste Phase ließ uns vor allem internationaler und globaler denken. Zum ersten mal konnten wir mit ein paar Klicks sozusagen die Welt erreichen. 
  2. Web 2.0 - Feedback & Interaktion
    Die zweite Phase des Internets startete um die Dotcom-Blase ca. 2001. Das Web 2.0 brachte zum ersten mal Interaktion in die vorher statischen Webseiten. Ob damals schon jemand ahnte, welch enorme Auswirkungen das auf unser Zusammenleben haben sollte? Von nun an Leben wir in zwei Welten. Einer virtuellen und einer realen Welt. Um 2006 erschien dann das erste iPhone und mit ihm zahlreiche Apps, die uns virtuell miteinander verbinden.
  3. Internet der Dinge
    Seit ca. 2-3 Jahren starten wir mit voller Geschwindigkeit in die vernetzte Welt. Doch nicht nur wir sind vernetzt - nein auch alles, was uns umgibt soll vernetzt werden. Die Maschinen der Fabriken sprechen miteinander. Unser Kühlschrank spricht mit dem Handy und unser Auto weiß durch unseren Terminkalender automatisch wohin wir fahren wollen. Das Potenzial der vernetzten Welt können wir uns z. T. vielleicht noch gar nicht richtig vorstellen. 
Welche Auswirkungen hat dies aber nun auf unser Zusammenleben? Über einen Punkt mache ich mir um ehrlich zu sein sehr viele Gedanken - nämlich die Spanne zwischen denen, die „noch“ traditionell arbeiten bzw. sich gerade an E-Mail und Homepage gewohnt haben und denjenigen, die in einer vernetzten visionären Zukunft leben. „Augmented Reality“ und künstliche Intelligenz sind lange keine leeren Worthülsen mehr, sondern stellen unseren Alltag dar - einen Alltag, dem nahezu keiner auf dieser Welt entkommt. Die Frage, die sich stellt ist: Wenn Digitalisierung mit einer exponentiellen Geschwindigkeit wächst… Kommen wir da als Mensch hinterher? Bzw. kommen ältere Menschen damit zurecht? Erschwert dies das Verständnis füreinander und das Zusammenleben miteinander? Hier gibt es sicher viel zu tun.
Das war mein Beitrag zu den Phasen der Digitalisierung. Ich hoffe dieses Wissen hilft auch Euch unsere Welt besser zu verstehen :).
Im nächsten Blogbeitrag am Freitag geht es um die digitale Agenda der Bundesrepublik Deutschland. Was beinhaltet die digitale Agenda überhaupt und wie verhalten wir hier im Vergleich zu anderen Ländern?
Ich freue mich über Eure Kommentare und Gedanken.
Liebe Grüße

 

Miriam
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Year of the Monkey - die "hippe" Digitalisierungskonferenz bei der es nicht nur um Technik, sondern auch um den Menschen geht.

Ich hatte vorletzte Woche wieder die Möglichkeit an einer Konferenz zum digitalen Mindset  - an der diesjährigen "Year of the X“  - teilzunehmen. Dieses Jahr steht im Zeichen des Affen - deshalb "Year of the Monkey“, was sich als Motto durch die gesamte Veranstaltung zog :).  „So, Release your innen monkey!"

30+ Experten aus Deutschland und Übersee  berichteten in angenehmer Atmosphäre im Backstage über neueste Studien aus der Wissenschaft sowie die digitale Transformation in Unternehmen .

Während der gesamten Veranstaltung frage ich mich: „Ist es eine digitale Transformation oder sogar vielleicht eine RE-formation???" Markus von der Lühe, der Veranstalter der „Year of the X“, eröffnete die Veranstaltung mit einer Keynote zum „Age of Experimetation“. Sollten wir nicht Ideen erkennen und einfach ausprobieren? „Failure is part of the deal.“

Wie zum Yin ein Yang gehört, so funktioniert ein Erfolg nicht ohne ein Scheitern . Wir leben in Deutschland in einer überbürokratischen Umgebung, aus der wir aufgerufen sind auszubrechen und neue Wege ausprobieren sollten.

 

Der brilliante Speaker und Autor des Buches „Quarter-Life-Crisis“ - Smiley Poswolsky  - sprach in seiner packenden Keynote von der „Generation of Purpose“.  Millenials geben dem Sinn der Arbeit einen höheren Stellenwert als dem Geld. Doch wie verändert das die traditionelle Arbeit? Sind Personalabteilungen die neuen Life-Coaches  - viel mehr als die "Verwaltung von Stellenbeschreibungen etc."? Wie gebunden sind Millenials an ihren Arbeitsplatz, wenn heute Studien zufolge 70% unglücklich mit ihrer Arbeit sind? Sinkt das

Bedürfnis nach Sicherheit?

Auch die Automobilbranche war mit TESLA und AUDI vertreten.

 

 

TESLA  Vertreter, Benedikt Bucher, machte die Vision klar: „Wir forcieren den weltweiten Wandel hin zu nachhaltiger Mobilität.“  Tesla schafft das „Most connected Car on Earth!" . Bucher berichtete von einer sehr bewegten und erfolgreichen Zeit nach der Vorstellung des Model 3 . Doch was unterscheidet Tesla vom traditionellen Autohersteller?

Bucher betont ganz klar: „WIR SIND AUTOHERSTELLER. Wir wollen mit Service kein Geld verdienen!“

Und wie soll das funktionieren? Dadurch dass die Autos technisch vieles nicht benötigen (Kupplung etc.) und eine hervorragende Softwareanbindung haben, kann vieles „over the air“ repariert werden, sodass der Kunde das Gefühl hat, sein Auto wird über Nacht wie von „Geisterhand“ gewartet. Somit betonte er ist die Servicestruktur wie bei traditionellen Automobilherstellern nicht notwendig . Um die Zufriedenheit des Kunden zu wahren, gibt der Hersteller 8 Jahre Garantie u.a. auf die Batterie.

Ob diese Strategie auf Dauer zum Erfolg führt und uns als BMW Service (zumindest hinsichtlich BMWi Service) herausfordert, wird die Zukunft zeigen.

Auf meine Frage hin, wie man die oftmals als sehr  „radikal“ beschriebene Art der Führung von Elon Musk als Mitarbeiter zu spüren bekommt, antwortete Bucher: „Elon Musk ist zwar nicht omnipräsent, allerdings haben wir sehr kurze Entscheidungswege, viel Verantwortung und flache Hierarchien . Bei Tesla habe ich noch keinen Mitarbeiter getroffen, der nicht genau weiß, warum er das macht. Will heißen, ich bin ständig von hochmotivierten Mitarbeitern  umgeben."

 

AUDI  war mit Dr. Thomas Ganslmeier (Technical Project Manager - Innovation Evangelist connected cars) vertreten. Er sprach von der Herausforderung aller traditionellen Automobilhersteller ihren Mindset zu ändern. „Wir sind wie andere deutsche Automobil-Unternehmen stark ingenieurgetrieben. Unsere Qualität zeichnet sich zum Beispiel durch ein perfektes „Spaltmaß“ aus. Wir sind stolz darauf und auf unsere Produkte.“ Nun müssen wir Softwareexperten sein . Das erwarten die Kunden. In Zukunft muss in Profilen gedacht werden, nicht in VIN-Nummern (Fahrgestellnummern).  Die Person, die am Steuer sitzt, zählt. Er zählte einige Forschungs- und Innovationsfelder auf, die sich mit denen bei BMW ziemlich decken:

  • Personalisierte Fahrzeuge: bei Klick auf mein Profil passen sich Sitz, Temperatur und Navigationsservice an etc.
  • Optimierung des Verkehrsflusses (Auto rechnet Wartezeiten an Ampeln ein bzw. zeigt an, wie lange ich an einer Ampel noch warten muss)
  • Autonomes Fahren: Auch Kinder werden ohne Führerschein fahren können
  • automatische Parkplatzssuche
  • AUDI on demand: Premium Mobility Service (San Francisco)

Ingesamt geht es auch bei AUDI um den Shift:  „OWNER TO USER."

Nur wie kann dieser in vielen Unternehmen notwendige Mindset-Shift erlangt werden?

Anna Byrne und Peter Burow betonen diesbezüglich, dass das Gehirn aus zwei Teilen besteht: Dem Elefanten, dem emotionalen Part, und dem Reiter, dem rationalen Teil.

 Je länger wir in einem Unternehmen arbeiten, uns mit einem Projekt beschäftigen oder an einer Sache forschen, desto mehr werden wir zum Reiter des Elefanten . Dies hat den Nachteil, dass wir das Produkt/die Dienstleistung nicht mehr aus dem emotionalen Blickwinkel  betrachten. Und was bedeutet das für die Unternehmensführung? „Try to disrupt yourself! People outside focus much more on the elephant - not on the rider.“  Wir müssen Peanuts auf dem Weg verteilen, damit der Kunde uns folgt.

Auch Tobias Burkhard  betont in seiner Keynote, dass mit Wandel nicht nur der technische Wandel gemeint ist. Zahlreiche Unternehmen werden in den nächsten 20 Jahren mit massiven Problemen rechnen müssen. Vor allem stehen Menschen hinter diesem Wandel .

 

 

 

Seine These nach gibt es drei Arten, wie Menschen auf Wandel reagieren:

1. Sie wollen es nicht hören.

2. Sie haben Angst.

3. „Erzähl mir nichts. Ich keine mein Business und mache das seit 30 Jahren."

Sein Rezept lautet vor allem: Es arbeiten viele talentierte Mitarbeiter in Unternehmen. Engage them!

Diese Menschen müssen begeistert und in Prozesse einbezogen werden. Zudem sagt er: „Habt keine Angst zu sagen: Ich weiß nicht wohin diese Reise genau geht.“ Wir sollten uns in einer stark volatilen Welt von Langzeitplanungen verabschieden.

MINDFULNESS???

Wie wir dafür im „Hier und Jetzt“  die richtigen Entscheidungen treffen, dafür hat das Mindful Leadership Institute, das die Search Inside Yourself-Methode in Deutschland verbreitet ein Rezept. Wie helfen  „Self-Awareness, Self-Regulation, Motivation, Empathy und Social Skills“ auf dem Weg zum Erfolg? Studienergebnisse belegen hier ganz klar, dass sich Amygdala und präfrontaler Cortex im Gehirn nach einem Achtsamkeitstraining  bzw. regelmäßiger Achtsamkeitspraxis positiv verändern. Dies führt wiederum zu mehr

emotionaler Gebundenheit und Jobzufriedenheit. Ist das der Schlüssel zum Erfolg in unserer Zeit?

Dies war nur ein Ausschnitt von zahlreichen interessanten Keynotes und Workshops. Einige der Speaker sprachen mir sozusagen aus dem Gedächtnis bzw. aus dem Herzen .

Meiner Meinung nach ist es in unserer Zeit - in einer Umwelt, die geprägt ist von Speed, Speed und nochmals Speed, von Information und Digitalisierung, von zahlreichen Chancen und Möglichkeiten, extrem wichtig sich auch auf sich konzentrieren zu können. Je mehr Digitalisierung unser Leben „bestimmt“, desto mehr ist der Mensch gefordert sich selbst zu „managen“ und auch bewusste „Digital Detox“ Phasen einzulegen. Ob im Job oder Zuhause.

Das Motto lautet, finde die gesunde digitale Balance.

Was denkt Ihr darüber? Was wünscht Ihr Euch in dieser Zeit? Wie denkt Ihr können wir gemeinsam einen erfolgreichen Weg gestalten?

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